Terror, Triumph und ein Hochzeitsmahl
CES-Satellitenübertragung vom 12. September 2004
Elder Jeffrey R. Holland
Vielen Dank, dass Sie gekommen sind, auch wenn Sie wussten, wer spricht. Ich finde es herrlich, heute Abend bei Ihnen zu sein. Woher kommen Sie alle? (Antworten Sie nicht! Dafür reicht die Zeit nicht.) Auch wenn ich Sie nicht alle sehen kann, ist mir doch bewusst, dass wir über Satellit eine noch viel größere Zuhörerschaft haben, die sich an so vielen Orten in aller Welt versammelt hat; etwa 80 000 sind es. Wir heißen Sie willkommen. Danke, dass Sie gekommen sind und dass ich gebeten wurde, zu Ihnen zu sprechen.
Ich möchte meine Frau heute Abend entschuldigen. Sie wäre so gern hier bei uns gewesen, aber sie ist heute Abend in Houston in Texas und hilft unserer Tochter und unserem Schwiegersohn mit unserer neugeborenen Enkeltochter. Wenn diejenigen, die uns in Houston zusehen, sich einmal langsam umdrehen und nach hinten blicken, entdecken sie vielleicht eine liebe kleine Großmutter, die sich in der letzten Reihe versteckt und so tut, als sei sie eine Institutsstudentin. Ich weiß sehr wohl, wie jung sie aussieht, Brüder, aber bitte: Sie ist schon vergeben! Die Hilfe, die sie dort leistet, bedeutet mir genauso viel, als wäre sie heute an meiner Seite. Ich soll Sie alle herzlich von ihr grüßen, und nur ihre Pflichten als Großmutter halten sie davon ab, heute mit uns zusammen zu sein. „Hermana Holland, te amo.“
Wie viele von Ihnen wissen, sind meine Frau und ich gerade aus Chile zurückgekehrt, wo wir zwei Jahre lang tätig waren. So, wie viele von Ihnen es heute Abend tun, saßen wir mit den jungen Erwachsenen und Institutsstudenten in Pfahlzentren am anderen Ende der Welt und empfingen die Übertragungen vom Hauptsitz der Kirche. Auch wir haben den Geist des Herrn und die Liebe unserer Führer verspürt. Vor allem konnten wir die Gemeinschaft mit Tausenden wie Sie in aller Welt spüren, die im gleichen Alter waren, der gleichen Kirche angehörten und das Gleiche für eine schöne und glückliche Zukunft erhofften.
Heute Abend denke ich besonders an meine jungen Freunde in Chile, aber genauso an all unsere anderen Freunde in der Welt – in England und Frankreich, in Korea und Japan, in Australien und Nigeria und in der Ukraine, ganz zu schweigen von den zahllosen Zuhörern in ganz Nordamerika. Bienvenidos an Sie alle, welche Sprache Sie auch sprechen mögen. Sie bedeuten mir wirklich viel. Wenn wir zahlreich sind, haben wir große Kraft. Ich erflehe den Geist und die Segnungen des Herrn für uns alle und wünsche mir sehr, dass Sie mit dem, was ich sagen werde, doch etwas anfangen können.
Terror
Heute Abend möchte ich über die anhaltende Unruhe in der Welt und über einige Herausforderungen sprechen, die es in den Vereinigten Staaten und anderswo gibt. Natürlich gab es zu allen Zeiten Schwierigkeiten, aber gestern – am 11. September – war es drei Jahre her, dass ein gewaltsames und fast unvorstellbares Ereignis die ganze Welt erschüttert hat. Die Folgen dieses Anschlags haben sich weltweit drastisch und wohl dauerhaft in vielen Lebensbereichen ausgewirkt. Angesichts der Ereignisse, derer wir gestern gedacht haben, tragen wir vielleicht auch heute noch die Ängste und Sorgen dieser Zeit im Herzen.
Auf jeden Fall sind unsere Nachbarn, die Bewohner der Länder, in denen diese Übertragung heute Abend ausgestrahlt wird, seit dem 11. September 2001 ein wenig aus dem Gleichgewicht geraten, sie haben mehr Angst, sind durch die Ereignisse in aller Welt aufgeschreckt, und das Wort Terror ist jetzt in aller Munde. Vor ein paar Jahren noch fiel dieses Wort fast nur in der Werbung für schlechte Filme und im Zusammenhang mit Romanen von Stephen King. Traurigerweise lesen wir dieses Wort nun jeden Tag in der Zeitung und es kommt so oft in Gesprächen vor, dass sogar kleine Kinder – auch die russischen Schulkinder – wissen, dass unsere Welt von den so genannten Terroristen auf brutale und kriminelle Weise verändert werden kann. Und dann gibt es noch die Natur- und sonstigen Katastrophen, von denen in den Nachrichten berichtet wird und die uns daran erinnern, dass das Leben unsicher ist und dass alles plötzlich ganz anders aussehen kann.
Die Letzten Tage
Ich weiß, dass viele von Ihnen sich angesichts dessen Gedanken darüber machen, in welchem Zusammenhang all dies mit dem Ende der Welt und mit ihrem Leben steht. Viele fragen sich: „Ist jetzt die Zeit für das Zweite Kommen des Erretters und für all die vorhergesagten Begleiterscheinungen gekommen?“ Kurz nach den Ereignissen am 11. September fragte mich ein Missionar ganz ernsthaft und voller Glauben: „Elder Holland, sind das jetzt die Letzten Tage?“ Ich sah seinen ernsten Gesichtsausdruck und wie Angst in seinen Augen lag und wollte ihn aufmuntern. Ich dachte, vielleicht vertreibe ich seine Sorgen ein wenig mit ein bisschen Humor und wenn ich ihm den Arm auf die Schulter lege. Ich umarmte ihn und sagte: „Elder, ich bin vielleicht nicht der klügste Mensch der Welt, aber selbst ich weiß, wie unsere Kirche heißt.“ Dann sprachen wir darüber, was es heißt, Heilige der Letzten Tage zu sein. Ich sagte: „Ja, Elder, wir leben in den Letzten Tagen, aber das ist wirklich nichts Neues. Das verheißene Zweite Kommen des Erretters begann schon 1820 mit der ersten Vision des Propheten Joseph Smith. Wir haben also schon etwa 184 Jahre Erfahrung mit dem Zweiten Kommen und den Ereignissen in den Letzten Tagen. Wir können daher sicher sein, dass wir in den Letzten Tagen leben – und das seit Jahren“, sagte ich, schüttelte ihm freundlich die Hand und ließ ihn gehen.
Er lächelte, wirkte etwas zuversichtlicher, weil er das irgendwie einordnen konnte, und ging seiner Wege. Vermutlich hat er längst seine Mission erfolgreich abgeschlossen, ist wieder zu Hause und steht wieder voll im Leben. Vielleicht sitzt er gar irgendwo unter den Zuhörern und hält nach einer Frau Ausschau. (Das sollte er jedenfalls!)
Ich möchte Ihnen sagen, dass mir klar ist, was dieser junge Mann eigentlich wissen wollte. Eigentlich meinte er: „Werde ich meine Mission beenden? Hat es überhaupt einen Sinn, eine Ausbildung zu machen? Kann ich auf eine Ehe hoffen? Habe ich eine Zukunft? Kann ich überhaupt auf glückliche Zeiten hoffen?“ Ich sage Ihnen allen, was ich ihm vor drei Jahren gesagt habe: „Ja, gewiss – und das gilt für alle dieser Fragen.“
Wann das Zweite Kommen und die damit einhergehenden weltbewegenden Ereignisse, die die Öffentlichkeit dann mitbekommen wird, schließlich stattfinden werden, weiß ich nicht. Auch Präsident Gordon B. Hinckley hat gesagt, dass er nicht weiß, wann das geschehen wird, und das liegt daran, dass niemand weiß, wann das sein wird. Der Erretter hat gesagt, dass selbst die Engel im Himmel es nicht wüssten (siehe Matthäus 24:36).
Wir müssen nach den Zeichen Ausschau halten und deren Bedeutung erkennen, wir müssen so glaubensvoll wie möglich leben und wir müssen das Evangelium jedem nahe bringen, mit dem wir zu tun haben, damit jeder Segnungen und Schutz bekommen kann, aber wir können und dürfen uns nicht davon lähmen lassen, dass dieses Ereignis mit seinen Begleiterscheinungen irgendwann einmal bevorsteht. Wir können nicht mit dem Leben aufhören. Nein, wir müssen es sogar noch intensiver leben als zuvor. Denn schließlich ist dies ja die Evangeliumszeit der Fülle.
Das sage ich, weil ich in letzter Zeit – ich glaube, seit den Anschlägen am 11. September – sehr beängstigende, ja sogar düstere Äußerungen aus Ihrer Altersgruppe bezüglich der Fragen gehört habe, die diesen Missionar beschäftigt hatten. Ich habe von einigen von Ihnen gehört, dass Sie sich fragen, ob es denn Sinn habe, auf Mission zu gehen, eine Ausbildung zu erlangen und eine berufliche Laufbahn anzustreben, wenn unsere Welt doch so unsicher sei. Ich habe sogar von jungen Paaren gehört: „Wir wissen nicht, ob wir in diesen unsicheren Zeiten überhaupt heiraten sollen.“
Doch am schlimmsten war, dass ich von einigen Jungverheirateten erfahren habe, die sich fragten, ob sie denn Kinder in eine von Terror überflutete Welt setzen sollten, wo doch so viel Unheil bevorstehe. Ich möchte Ihnen sagen, dass mir diese Ansichten in gewisser Weise mehr Angst machen als Al-Qaida.
Denen unter Ihnen, die sich Sorgen wegen der Zukunft machen, möchte ich zweierlei sagen, und zwar mit aller Liebe und von Herzen:
Erstens: Wir dürfen zu keiner Zeit und unter keinen Umständen zulassen, dass Angst oder der Vater der Angst (der Satan persönlich) uns von unserem Glauben und einem glaubenstreuen Leben abhalten. Zu allen Zeiten hat man sich Sorgen um die Zukunft gemacht. Jeder junge Mensch und jedes junge Paar musste, egal wo, schon immer voll Glauben in eine unsichere Zukunft voranschreiten – das war schon so bei Adam und Eva, als sie mit zitternden Knien den Garten von Eden verließen. Aber das ist gut so. So ist es im Plan vorgesehen. Alles wird gut. Bleiben Sie nur treu. Gott regiert. Er kennt Sie beim Namen und weiß, was Sie benötigen.
Glaube an den Herrn Jesus Christus – das ist der erste Grundsatz im Evangelium. Wir müssen, wie es in K. Newell Dayleys Lied über die Mormonenpioniere heißt, jeden Schritt im Glauben voranschreiten.1 Wie die Pioniere müssen Sie Schritt für Schritt weitergehen – erst einen, dann noch einen, dann den nächsten. So erledigt man Aufgaben, so erreicht man Ziele und so überschreitet man Grenzen. In den Worten Gottes ausgedrückt: So werden Welten erschaffen und so wird einmal Ihre Welt erschaffen werden.
Gott erwartet, dass Sie genügend Glauben und Entschlusskraft besitzen und ihm genügend vertrauen, um weiterzugehen, weiterzuleben und weiterhin Freude zu haben. Er erwartet nicht, dass Sie sich der Zukunft lediglich stellen (das klingt ziemlich verbissen und passiv); er erwartet vielmehr, dass Sie sie ergreifen und gestalten – sie genießen, Freude haben und Ihre Chancen nutzen.
Gott wartet sehnsüchtig auf die Gelegenheit, Ihre Gebete zu beantworten und Ihre Träume zu erfüllen – so, wie er es immer getan hat. Doch das kann er nicht, wenn Sie nicht beten und nicht träumen. Kurz gesagt: Er kann es nicht, wenn Sie nicht daran glauben.
Um aus meinem reichen Schatz an Gutenachtgeschichten für Kinder zu zitieren, möchte ich es so ausdrücken: Suchen Sie sich Ihr Geflügel aus. Sie können sich sozusagen entscheiden, ob Sie wie ein kleines Küken sein wollen, das umherläuft und ruft: „Der Himmel stürzt ein! Der Himmel stürzt ein!“, oder wie eine rotbunte Henne, die treu ihre tägliche Pflicht erfüllt, egal, ob jemand dabei hilft oder jemand genau das glaubt, was Sie auch glauben.
So viel zu Geschichten vom Bauernhof. Wie wäre es nun mit zwei Schriftstellen, die sich an Menschen richten, die in gefährlichen Zeiten leben?
Die erste steht im 101. Abschnitt von Lehre und Bündnisse. Sie werden sich erinnern, diese Offenbarung wurde gegeben, als die Heiligen, die sich in Missouri gesammelt hatten, unter immenser Verfolgung litten – als die Verfolgung auf dem Höhepunkt war. Der Pöbel hatte sie aus ihren Häusern vertrieben. Auf ihrer Suche nach einem Zufluchtsort stießen sie in jedem Bezirk immer wieder auf Feindseligkeit und Hass. Diese verängstigten Heiligen verloren ihr Land, ihr Vieh, Kleidung, Möbel, die Ernte und unzählige persönliche Habseligkeiten. Täglich mussten sie um ihr Leben fürchten. Ich vermute, dies war stellenweise wohl die schwierigste und gefährlichste Zeit – ich möchte fast sagen, voller Terror – in der Geschichte der Kirche. Später fanden Begriffe wie Haun’s Mill oder Gefängnis in Liberty auf immer Einzug in unseren Wortschatz.
Doch in dieser beängstigenden Zeit sagte der Herr seinem Volk:
„Darum sei euer Herz in Bezug auf Zion getrost, denn alles Fleisch ist in meiner Hand; seid ruhig und wisst, dass ich Gott bin.
Zion wird nicht von seinem Platz entfernt werden, auch wenn seine Kinder zerstreut worden sind.
Die übrig bleiben und im Herzen rein sind, werden zurückkehren und zu ihren Erbteilen hinkommen, sie und ihre Kinder, mit Gesängen immerwährender Freude, um die verwüsteten Stätten Zions aufzubauen – und dies alles, damit die Propheten sich erfüllen.“ (LuB 101:16-19.)
Also, meine jungen Freunde, machen Sie sich keine Sorgen, was Zion betrifft. Denken Sie an die grundlegendste Definition von Zion, die wir je erhalten haben: „die im Herzen Reinen“ (LuB 97:21). Wenn Sie Ihr Herz rein halten, werden Sie, Ihre Kinder und Ihre Enkelkinder Lieder immerwährender Freude singen, während Sie Zion errichten – und Sie werden nicht vom Platz verdrängt werden.
In der anderen Stelle, auf die ich verweisen möchte, spricht der Erretter zu seinen Jüngern. Er sollte bald gekreuzigt werden und sie hatten Angst, waren durcheinander und hatten mit Verfolgung zu rechnen. Was waren das für schwierige Zeiten! Sein letzter Rat, den er ihnen allen zusammen als Sterblicher und mit dem Wissen erteilte, was ihm und ihnen bevorstand, lautete: „Dies habe ich zu euch gesagt, damit ihr in mir Frieden habt. In der Welt seid ihr in Bedrängnis; aber habt Mut: Ich habe die Welt besiegt.“ (Johannes 16:33.)
In einer Welt voller Bedrängnisse – und es wird immer viele davon geben – wollen wir also an unserem Glauben festhalten. Wir wollen an die weiteren Verheißungen und Prophezeiungen denken, die uns Mut machen, und unser Leben intensiver, kühner und mutiger leben denn je.
Christus hat die Welt überwunden und einen geraden Pfad für uns durch die Wildnis angelegt. In unserer Zeit hat er gesagt: „Gürtet euch die Lenden und seid bereit. Siehe, das Reich ist euer, und der Feind wird nicht überwinden.“ (LuB 38:9.) Gürten wir uns also. Lassen Sie uns mit Begeisterung die Gesänge immerwährender Freude singen!
Triumph
Das führt mich direkt zu dem zweiten Punkt, den ich bezüglich der Zeit, in der wir jetzt leben, ansprechen wollte. In bedrohlichen Zeiten neigen wir dazu, uns (so wie der junge Missionar damals) auf den Bestandteil „Letzte Tage“ zu konzentrieren.
Ich möchte aber heute einen jeden von Ihnen auffordern, sich mehr auf den Bestandteil „Heilige“ zu konzentrieren. Das ist der Teil in der Bezeichnung unserer Kirche, der unsere Aufmerksamkeit verdient. Bedenken Sie die Segnungen, derer wir uns erfreuen, in welch bemerkenswertem Zeitalter wir leben, wie gesegnet wir in wirtschaftlicher, wissenschaftlicher und geistiger Hinsicht sind und welche Bildungsmöglichkeiten uns offen stehen – kein anderes Zeitalter und kein anderes Volk zuvor hatte all dies. Und überlegen Sie dann, welche Verantwortung wir tragen, in dieser Zeit würdig zu leben.
Die großartige gegenwärtige Evangeliumszeit
Wir betreten die irdische Bühne während der großartigsten Evangeliumszeit, die es je gab, und wir müssen das Beste daraus machen.
Ich möchte Ihnen ein Zitat von Joseph Smith vorlesen, das mir besonders gut gefällt: „Die Errichtung Zions ist eine Sache, die dem Gottesvolk zu allen Zeiten am Herzen gelegen hat, ein Gegenstand, von dem Propheten, Priester und Könige mit besonderer Freude gesprochen haben. Sie haben mit freudiger Erwartung nach dem Tag Ausschau gehalten, nämlich der Zeit, in der wir leben; angefeuert von himmlischer Vorfreude, haben sie unseren Tag besungen und beschrieben und davon prophezeit ... Wir sind das begnadete Volk, das Gott sich erwählt hat, um die Herrlichkeit der Letzten Tage zuwege zu bringen.“2
Beachten Sie eine ähnliche Aussage von Wilford Woodruff aus dem Jahre 1894. Ich muss Sie wohl nicht daran erinnern, vor welch überwältigenden Herausforderungen Präsident Woodruff stand. Diese Jahre hier im Westen waren, glaube ich, auf ihre Weise genauso bedrohlich wie die in Missouri, die ich vorhin erwähnt habe: Propheten hatten sich versteckt, Apostel waren im Gefängnis, es herrschte die Furcht (so Präsident Woodruff), dass sich das ganze Land gegen unser Volk richtet und Vorbereitungen trifft, gegen die Kirche Krieg zu führen.3
Dennoch sagte Präsident Woodruff inmitten dieser schwierigen Zeit: „Der Allmächtige steht seinem Volk bei. Wir werden alle Offenbarungen erhalten, die wir benötigen, wenn wir unsere Pflicht tun und die Gebote Gottes halten. ... Solange ich lebe, will ich meine Pflicht tun. Ich will, dass die Heiligen der Letzten Tage ihre Pflicht tun ... Ihre Aufgabe ist groß und machtvoll. Die Augen Gottes und aller heiligen Propheten blicken auf uns. Dies ist die großartige Evangeliumszeit, von der seit Anbeginn der Welt gesprochen worden ist. Wir versammeln uns durch die Macht und das Gebot Gottes. Wir tun das Werk Gottes ... Lassen Sie uns unsere Mission erfüllen.“4
Dem möchte ich schließlich noch die Worte von Präsident Hinckley hinzufügen, unserem Propheten, der uns durch diese stürmischen Zeiten führt. Bei der letzten Frühjahrskonferenz erwähnte er genau dieses Zitat von Präsident Woodruff und sagte uns dann:
„Wir, die jetzige Generation, sind das Endergebnis all dessen, was vorher war. Es reicht nicht, als Mitglied dieser Kirche bekannt zu sein. Uns ist eine feierliche Pflicht auferlegt. Wir müssen uns ihr stellen und ihr nachkommen.
Wir müssen wie ein wahrer Nachfolger Christi leben, allen Menschen mit Nächstenliebe begegnen, Böses mit Gutem vergelten, durch unser Beispiel die Wege des Herrn vermitteln und die vielen Aufgaben erfüllen, die er uns aufgetragen hat.
Mögen wir der herrlichen Gabe des Lichts, der Erkenntnis und der ewigen Wahrheit würdig sein, die durch all die Gefahren der Vergangenheit zu uns gedrungen ist. Von all den Menschen, die je auf dieser Erde gelebt haben, sind ausgerechnet wir in dieser einzigartigen und besonderen Zeit hierher gekommen. Seien Sie dankbar und bleiben Sie vor allem dem Glauben treu.“5
Ich finde es interessant, dass unsere Propheten in diesen drei Zitaten, die einen aussagekräftigen Zeitraum abdecken, nicht auf den Terror ihrer Zeit eingingen, auch nicht auf die bedrohlichen Merkmale der Letzten Tage, in denen wir leben. Nein, sie sahen sich veranlasst, über die Chancen und Segnungen zu sprechen und vor allem über die Pflicht, die Vorzüge, die sich uns in dieser, der großartigsten aller Evangeliumszeiten bieten, zu nutzen. Mir gefällt der Ausspruch des Propheten Joseph Smith, der besagt, dass frühere Propheten, Priester und Könige „mit freudiger Erwartung nach dem Tag Ausschau gehalten haben, nämlich der Zeit, in der wir leben; ... [sie] haben unseren Tag besungen und beschrieben und davon prophezeit.“ Worüber haben sie sich so gefreut? Ich kann Ihnen versichern, dass sie nicht so sehr über Terror und Leid nachdachten. Bruder Woodruff hat gesagt: „Die Augen Gottes und aller heiligen Propheten blicken auf uns. Dies ist die großartige Evangeliumszeit, von der seit Anbeginn der Welt gesprochen worden ist.“6 Ich möchte wiederholen, was Präsident Hinckley sagte: „Durch all die Gefahren der Vergangenheit ... [sind] von all den Menschen, die je auf dieser Erde gelebt haben, ... ausgerechnet wir in dieser einzigartigen und besonderen Zeit hierher gekommen. Seien Sie dankbar und bleiben Sie vor allem dem Glauben treu.“
Ich weiß nicht, was Sie dabei empfinden. Wenn ich das höre, weicht plötzlich alle unbegründete Furcht vor der gegenwärtigen Zeit und ich werde demütig, bin geistig wie elektrisiert und bin motiviert angesichts der Chancen, die sich uns bieten. Gott wacht über seine Welt, seine Kirche, seine Führer und er wacht auch ganz bestimmt über Sie. Wir müssen nur zusehen, dass wir im Herzen rein und wirklich treu sind. Wie gesegnet werden Sie doch sein! Wie glücklich können sich Ihre Kinder und Enkel schätzen.
Denken Sie darüber nach. Kein Volk in früheren Evangeliumszeiten – in vielen Fällen noch nicht einmal unsere Eltern – kam auch nur annähernd in den Genuss der Segnungen, die Ihnen und mir zuteil werden.
Überlegen Sie einmal, welche Hilfe wir dabei haben, das Licht des Evangeliums in einer verfinsterten Welt zu verbreiten. Wir haben jetzt etwa 55 000 Missionare – offenbar weit mehr als in jeder anderen Epoche der Weltgeschichte. Und alle zwei Jahre machen sich genauso viele an die Arbeit, wenn sie ihre Vorgänger ablösen. Wir brauchen aber noch mehr. Die Kirche ist in etwa 170 Ländern vertreten. Wir veröffentlichen unsere heiligen Schriften in über 100 Sprachen.
Nach etwa sechstausend Jahren, als es einen Tempel in der Alten Welt gab (er wurde zwei- oder dreimal wieder aufgebaut, aber es war immer der gleiche Tempel auf dem gleichen Berg, dem Berg Morija in Jerusalem) und zwei, drei Tempeln in der Geschichte des Buches Mormon, leben wir jetzt in einer Zeit, in der die Anzahl der Tempel so schnell zunimmt, dass wir kaum noch hinterherkommen. Der Stand vor ein paar Minuten war noch, dass wir 119 Tempel in Betrieb haben, aber ich bin überzeugt, dass noch mehr angekündigt und gebaut werden.
Bedenken Sie auch das Wunderwerk Computer. Mit seiner Hilfe können wir unsere Familiengeschichte dokumentieren und systematisch die erlösenden heiligen Handlungen für Verstorbene vollziehen. Bedenken Sie weiter die modernen Transportmittel, mit denen die Erste Präsidentschaft, die Zwölf Apostel und weitere Generalautoritäten kreuz und quer um die Welt reisen und so den Heiligen überall Zeugnis geben können. Bedenken Sie ferner, dass wir überall dorthin, wohin wir nicht reisen können, wie heute Abend Satellitenübertragungen „senden“ können, wie es in den heiligen Schriften heißt (siehe LuB 84:62).
Und bedenken Sie auch alles, was mit Bildung, Wissenschaft, Technik, Kommunikation, Transport, Medizin, Ernährung und Offenbarung zu tun hat und uns umgibt. Dann erkennen Sie allmählich, was der Engel Moroni meinte, als er dem jungen Joseph Smith wiederholt die Stelle aus Joël im Alten Testament vortrug, in der es heißt, Gott werde in den Letzten Tagen über „alles Fleisch“ seinen Geist ausgießen und dass die ganze Welt, die ganze Menschheit durch das Licht, das mit der Wiederherstellung des Evangeliums Jesu Christi einhergeht, in sämtlichen Bereichen gesegnet werden wird (Joël 3:1; Hervorhebung hinzugefügt; siehe auch Joseph Smith – Lebensgeschichte 1:41).
Wir betrachten all die Segnungen, die wir in unserer Evangeliumszeit haben, und halten inne, um unserem Vater im Himmel zu sagen: „Wie groß bist du!“7 und „Wie gut bist du!“
Ich habe da so meine Theorie über die früheren Evangeliumszeiten und die damaligen Führer, die Familien, die Menschen, von denen Joseph Smith, Präsident Woodruff und Präsident Hinckley gesprochen haben. Ich habe oft über sie nachgedacht und welcher Zerstörung sie sich wohl gegenübersahen. Sie lebten in einer entsetzlichen Zeit und blieben in ihrer Evangeliumszeit meistenteils erfolglos. Letzten Endes traten in jedem früheren Zeitalter der Abfall vom Glauben und Finsternis ein. Das Evangelium wurde ja gerade in diesen Letzten Tagen wiederhergestellt, weil es sich in früheren Zeitaltern nicht halten konnte und daher noch einmal in einem letzten, triumphalen Zeitalter hervorkommen musste.
Wir wissen, vor welchen Problemen Abrahams Nachkommen standen (und noch stehen). Wir wissen von Moses Problemen mit den Israeliten, die zwar Ägypten verlassen hatten, aber die Ägypten nicht gehen lassen wollte. Jesaja war der Prophet, der erlebte, wie die zehn Stämme Israels in den Norden geführt wurden. Jeremia, Ezechiel und Daniel waren Propheten während der Knechtschaft. Petrus, Jakobus, Johannes und Paulus, Leitfiguren aus dem Neuen Testament, erlebten alle, wie der Abfall vom Glauben sich allmählich ausbreitete, teilweise schon bevor der Erretter von ihnen gegangen war, und dann ganz sicher noch zu ihren Lebzeiten. Denken Sie an die Propheten im Buch Mormon, die in einer Evangeliumszeit lebten, die mit dem schmerzlichen Briefwechsel zwischen Mormon und Moroni endete, in dem sie sich über ihr Leid austauschten und über die Menschen, die sie liebten und die Chaos, Terror und Korruption zum Opfer fielen.
Kurz gesagt, Abfall vom Glauben und Zerstörung auf die eine oder andere Weise war letztlich das Schicksal einer jeden bisherigen Evangeliumszeit. Aber jetzt kommt meine Theorie. Ich glaube, dass diese großartigen Männer und Frauen, die Führer in vergangener Zeit, weitermachen konnten, weiterhin Zeugnis geben konnten, weiterhin ihr Bestes geben konnten – nicht, weil sie wussten, dass sie selbst Erfolg haben werden, sondern weil sie wussten, dass Sie erfolgreich sein werden. Ich glaube, sie schöpften Mut und Hoffnung weniger aus ihrer eigenen Situation als vielmehr wegen Ihnen, einer beeindruckenden Ansammlung von jungen Erwachsenen, die sich heute weltweit zu Hunderttausenden mit dem festen Ziel versammelt haben, mitzuerleben, wie das Evangelium sich bewährt und triumphiert.
Moroni sagte einmal an uns gerichtet, die wir seinen Bericht in den Letzten Tagen empfangen sollten:
„Siehe, der Herr hat mir Großes und Wunderbares in Bezug auf das gezeigt, was in kurzem kommen muss, an jenem Tag, da dieses hier unter euch hervorkommen wird.
Siehe, ich spreche zu euch, als seiet ihr gegenwärtig, und doch seid ihr es nicht. Aber siehe, Jesus Christus hat euch mir gezeigt, und ich weiß, was ihr tut.“ (Mormon 8:34,35.)
Ich glaube, dass fast alle Propheten und Apostel in alter Zeit auf die eine oder andere Weise eine Vision von unserer Zeit hatten, aus der sie Mut für ihre eigene, weniger erfolgreiche Zeit schöpfen konnten. Diese Führer von damals wussten erstaunlich viel über uns. Propheten wie Mose, Nephi und Jareds Bruder sahen die Letzten Tage bis ins letzte Detail. Einiges, was sie sahen, war nicht schön, aber dennoch haben die früheren Generationen sicher Mut aus der Gewissheit geschöpft, dass es letztlich eine Evangeliumszeit geben werde, die nicht untergeht.
Unsere, nicht ihre Zeit ließ sie auf Himmlisches und Erfreuliches hoffen und veranlasste sie, über den Sieg zu singen und zu prophezeien. Kurz gesagt: Jetzt ist die Zeit, auf die die Propheten von Anfang an geschaut haben, und die Führer von damals feuern uns von der Geisterwelt aus immer noch an! Auf sehr reelle Weise hängt es von unserer Glaubenstreue und unserem Sieg ab, ob sie sich als erfolgreich betrachten können. Mir gefällt die Vorstellung, dass wir in den Letzten Tagen in den Kampf ziehen und dabei Alma und Abinadi vertreten und das, wofür sie einstanden, oder auch Petrus und Paulus und die Opfer, die sie brachten. Wenn Sie sich für so eine Rolle im Weltentheater nicht begeistern können, sind Sie für gar nichts zu begeistern!
Ein Hochzeitsmahl
Ich möchte noch ein weiteres Element zu dieser Sichtweise auf unsere Evangeliumszeit hinzufügen, das sich meiner Meinung nach zwingend ergibt. Weil unsere die letzte und größte Evangeliumszeit ist, weil jetzt alles schließlich seinen Höhepunkt findet und erfüllt werden wird, obliegt uns in der Kirche zu dieser Zeit eine bestimmte, ganz besondere Aufgabe, die den Mitgliedern der Kirche in früherer Zeit so nicht aufgetragen war. Im Gegensatz zur Kirche zur Zeit von Abraham und Mose, Jesaja und Ezechiel oder auch zur Zeit des Neuen Testaments unter Jakobus und Johannes, haben wir die Aufgabe, die Kirche des Lammes Gottes bereitzumachen, das Lamm Gottes zu empfangen – wenn der Herr selbst, in Triumph und Herrlichkeit, in seiner Rolle als Herr der Herren und König der Könige im Millennium erscheint. Keiner anderen Evangeliumszeit kam diese Aufgabe zu.
In der Sprache der heiligen Schriften ausgedrückt, ist es unsere historische Aufgabe, die Braut für die Ankunft des Bräutigams bereitzumachen und einer Einladung zum Hochzeitsmahl würdig zu sein (siehe Matthäus 25:1-12; 22:2-14; LuB 88:92,96). Man kann sagen: Wir haben als Kirche und als einzelne Mitglieder dieser Kirche die Aufgabe, würdig zu sein, dass Christus zu uns kommen kann; würdig zu sein, dass er uns begrüßen, uns annehmen, uns willkommen heißen und uns umarmen kann – und zwar ganz unabhängig davon, ob das zu unseren Lebzeiten oder zu denen unserer Kinder oder Enkelkinder oder sonst wann geschieht. Das Leben, das wir ihm in diesem heiligen Moment vorlegen, muss unbedingt seiner würdig sein!
Wir müssen ihm wohlgefällig sein
Wenn ich einmal meine Zukunftsängste und die Baupläne für einen Luftschutzkeller im Garten beiseite schiebe, bin ich von Ehrfurcht ergriffen und mir wird eindringlich bewusst, dass ich mich bereitmachen muss – und, soweit es mir möglich ist, auch den Mitgliedern bei ihrer Vorbereitung helfen muss – für den lang verheißenen Tag, für die Übergabe der Vollmacht, für den Augenblick, da wir die Kirche demjenigen vorlegen, dessen Kirche dies ist.
Ich weiß: Wenn Christus kommt, müssen die Mitglieder seiner Kirche so aussehen und handeln, wie es von Mitgliedern seiner Kirche erwartet wird, damit wir ihm wohlgefällig sind. Wir müssen sein Werk tun und wir müssen nach seinen Worten leben. Er muss schnell und leicht erkennen können, dass wir wahrhaft seine Jünger sind. Wie Präsident J. Reuben Clark Jr. einmal sagte, darf es nicht schwierig sein, unseren Glauben zu entdecken.8
Ja, wenn wir in der letzten, großen Stunde behaupten wollen, wir seien Gläubige, dann sollten wir dies gewiss auch nach außen hin zeigen. Der Hirt kennt seine Schafe, und wir müssen an diesem großen Tag als seine Nachfolger in Wort und Tat erkennbar sein.
Bestimmt hat Präsident Hinckley aus diesem Grund gesagt: „Es reicht [für uns, für Sie und mich, heute, jetzt] nicht, als ein Mitglied dieser Kirche bekannt zu sein ... Wir müssen wie ein wahrer Nachfolger Christi leben.“9
Ja, meine lieben jungen Freunde, dies sind die Letzten Tage und Sie und ich müssen die besten Heiligen der Letzten Tage sein, die wir sein können – mit Betonung auf Heilige, bitte.
Wann wird all dies vorbei sein? Wann wird Christus für alle sichtbar und im Triumph erscheinen und das Millennium einleiten? Ich sagte Ihnen bereits, dass ich es nicht weiß. Ich weiß jedoch, dass dieses Ereignis vor 184 Jahren seinen ersten Anfang nahm. Ich weiß, dass wir aufgrund dieser ersten Vision und der nachfolgenden Geschehnisse in einer Zeit mit nie da gewesenen Segnungen leben, die wir erhalten, damit wir treu und rein leben, damit der Bräutigam, wenn er schließlich in Herrlichkeit kommt, uns zu Recht persönlich zum Hochzeitsmahl laden kann.
Steht Ihnen und Ihren Nachkommen in den Letzten Tagen eine glückliche Zukunft bevor? Ganz bestimmt! Ganz gewiss steht Ihnen eine herrliche Zukunft bevor. Jedes Hochzeitsmahl ist ein freudiges Ereignis. Wird es schwierig werden, wenn die schrecklichen Warnungen und Prophezeiungen für die Letzten Tage in Erfüllung gehen? Natürlich. Es war schon immer schwierig. Machen Sie sich bereit. Werden diejenigen, die auf den herrlichen Fels Christi gebaut haben, diesem Wind, Hagel und dem mächtigen Wirbelsturm standhalten? Sie wissen, dass es so sein wird. Es wurde Ihnen versichert. Er hat es Ihnen versichert! Dieser Felsen, „auf den ihr gebaut seid, ... [ist] eine sichere Grundlage, und wenn die Menschen auf dieser Grundlage bauen, können sie nicht fallen“ (siehe Helaman 5:12).
Meine lieben jungen Brüder und Schwestern, ich habe Sie lieb und bezeuge Ihnen nicht nur, dass Gott lebt, sondern dass er uns auch liebt. Er liebt Sie! Alles, was er tut, dient uns zum Guten und zu unserem Schutz. In der Welt gibt es Böses und Kummer, aber von ihm gehen weder Böses noch Leid aus. Er ist unser Vater, ein vollkommener Vater, und er wird uns vor dem Sturm schützen.
Ich bezeuge, dass Jesus nicht nur der Messias ist, der heilige und einziggezeugte Sohn Gottes, sondern dass er auch lebt, dass er uns liebt und dass auch wir durch sein Sühnopfer und dessen Macht ewig leben werden. Er hat Tod und Hölle für uns überwunden, und auf gleiche Weise hat er auch die Angst überwunden.
Dies ist die Kirche und das Reich Gottes auf Erden. Joseph Smith war ein Prophet und Gordon B. Hinckley ist ein Prophet. Die Wahrheit ist wiederhergestellt worden. Wir können uns glücklich schätzen, dass wir in einer Zeit auf die Erde kamen, in der es all dieses Wissen und diese Sicherheit gibt.
Ich lasse einem jeden von Ihnen, der mir zuhört, einen Apostolischen Segen, dass Sie voller Zuversicht, Optimismus, Glauben und Hingabe weiterleben können. Ich segne Sie, dass Sie die Herausforderungen des Lebens ernst nehmen, sich davor jedoch nicht fürchten und sich nicht entmutigen lassen. Ich segne Sie, dass Sie die Freude der Heiligen in den Letzten Tagen spüren und nicht lähmende Angst oder zerstörende Verzweiflung. Ich wünsche mir, dass wir uns nur um eines sorgen, und zwar jeder für sich allein: Wie können wir intensiver und glaubenstreuer leben, damit alle Segnungen dieser großen Evangeliumszeit jedem von uns und all jenen zuteil werden, auf die wir Einfluss haben?
„Fürchtet euch nicht, kleine Herde ... Blickt in jedem Gedanken auf [Christus]; zweifelt nicht, fürchtet euch nicht. Ihr habt noch nicht verstanden, welch große Segnungen der Vater ... für euch bereitet hat; ... seid guten Mutes ... Das Reich ist euer, und seine Segnungen sind euer, und die Reichtümer der Ewigkeit sind euer.“ (LuB 6:34,36; 78:17,18.)
Ich liebe und segne Sie. Als Apostel bezeuge ich die Wahrheit des Gesagten im schützenden Namen des Herrn Jesus Christus. Amen.
Anmerkungen
1. „Jeder Schritt im Glauben“, Der Stern, Februar 1997, Seite 22
2. History of the Church, 4:609f.
3. Tagebuch von Wilford Woodruff, 31. Dezember 1889, zitiert in James B. Allen und Glen M. Leonard, The Story of the Latter-day Saints, 2. erw. u. rev. Aufl., 1992, Seite 420
4. James R. Clark, Hg., Messages of the First Presidency of The Church of Jesus Christ of Latter-day Saints, 6 Bände, 1965–1975, 3:258; siehe auch Liahona, Mai 2004, Seite 83
5. Liahona, Mai 2004, Seite 84
6. In Liahona, Mai 2004, Seite 83; Hervorhebung hinzugefügt
7. Siehe „Wie groß bist du!“, Gesangbuch, Nr. 50; Hervorhebung hinzugefügt
8. Siehe Der vorgegebene Weg des Bildungswesens der Kirche
9. Liahona, Mai 2004, Seite 84