Das gute an der arbeit
Elder David E. Sorensen
von der Präsidentschaft der Siebziger
CES -Fireside für junge Erwachsene
6. März 2005
Brigham-Young-Universität
Ich möchte mich bei allen Priestertumsführern und ihren Frauen, die heute Abend hier sind, bedanken. Ich freue mich vor allem, dass Elder Cecil O. Samuelson und seine Frau anwesend sind. Ich habe viele Jahre lang immer sehr gern mit Elder Samuelson im Temple Department zusammengearbeitet. Ich kann den Studenten der Brigham-Young-Universität und auch den Lehrkräften versichern, dass sie wirklich Glück haben, von so fähigen Leuten wie Präsident Samuelson und seiner Frau geführt zu werden.
Als ich darüber nachdachte, was ich heute Abend zu Ihnen, den jungen Leuten in der Kirche, sagen möchte, fiel mir auf, dass viele von Ihnen studieren. Ist es nicht eigentlich so, meine lieben jungen Freude, dass wir alle das Evangelium studieren?
Beim Finanzministerium der Vereinigten Staaten arbeitete einmal ein Mann, der die Fälle zu untersuchen hatte, bei denen es um Falschgeld ging. Er war so gut in seinem Beruf, dass er einen Geldschein bloß anzuschauen brauchte und gleich wusste, ob er echt oder gefälscht war. Als er einmal eine bedeutende Fälscherbande zur Strecke gebracht hatte, fand eine Pressekonferenz statt, bei der ihn ein Reporter Folgendes fragte: „Sie verbringen wohl viel Zeit damit, sich Blüten anzuschauen, wenn Sie sie so leicht erkennen?“
Er erwiderte: „Nein, ich sehe mir nie gefälschte Geldscheine an, sondern nehme mir die Zeit, echte anzuschauen, denn dann fällt einem ein Mangel nachher umso leichter auf.“
So ist es auch mit dem Evangelium, liebe Brüder und Schwestern. Wir sind hier, um das Evangelium Jesu Christi zu lehren. Wir brauchen uns nicht mit Fälschungen befassen, weil wir ja die Wahrheit kennen. Wenn Sie sich mit der wahren Kirche befassen und dem Geist gestatten, in Ihnen zu wirken, werden Sie Antwort bekommen und wissen, wie Sie mit einer bestimmten Situation umzugehen haben. In Bezug auf das Buch Mormon hat ein junger Missionar mir gegenüber einmal folgenden Gedanken geäußert, der, wie ich im Laufe der Jahre festgestellt habe, zutrifft: Nicht das Buch Mormon steht auf dem Prüfstand, sondern wir.
Heute Abend möchte ich zu Ihnen über einen der wesentlichsten Grundsätze des Evangeliums sprechen. Ich spreche über den Grundsatz Arbeit. Ich hoffe, dass meine Worte für Sie ein Wegweiser sein können – bei der Arbeit, der Sie jetzt nachgehen oder der Sie vielleicht in Zukunft nachgehen werden.
Diejenigen von Ihnen, die bald das College oder die Highschool abschließen oder bereits berufstätig sind, fragen sich vielleicht, wenn sie sich um eine Stelle bewerben: „Wie viele Stunden muss ich arbeiten? Welche zusätzlichen Leistungen erhalte ich? Wie viele Urlaubstage habe ich? Werde ich noch genügend Zeit haben, mit meinen Freunden zusammen zu sein oder meinen Hobbys nachzugehen?“ Wer sich jedoch solche Fragen stellt und sich mehr auf die Freizeit konzentriert als auf die Arbeit, übersieht vielleicht die viel größere Chance, die sich ihm bietet.
Die Arbeit Gottes
Arbeit ist ein ewiger Grundsatz. Wen kennen Sie, der alle Reichtümer der Erde und noch mehr besitzt – und doch ständig arbeitet? Es ist der himmlische Vater! Er arbeitet. Unser himmlischer Vater und Jesus Christus haben uns durch ihr Beispiel und ihre Lehren gezeigt, dass Arbeit im Himmel und auf der Erde wichtig ist. Jahwe arbeitete, als er die Himmel und die Erde erschuf. Er sammelte das Wasser an einem Ort und ließ das trockene Land erscheinen. Er schuf die Sonne, den Mond und die Sterne. Er schuf jedes Lebewesen im Meer und auf dem Land. Der Vater setzte dann Adam und Eva auf die Erde. Sie sollten sich darum kümmern und über die anderen Geschöpfe herrschen (siehe Genesis 1:1-28).
Das Werk des Vaters und des Sohnes hörte jedoch nicht mit der Schöpfung auf. In der Köstlichen Perle heißt es: „Denn siehe, dies ist mein Werk und meine Herrlichkeit – die Unsterblichkeit und das ewige Leben des Menschen zustande zu bringen.“ (Mose 1:39; Hervorhebung hinzugefügt.) Das bezieht sich selbstverständlich auf jeden Mann, jede Frau und jedes Kind. Der Vater im Himmel hätte sich mit so vielem befassen können, zog es aber vor, sich um das Wohl unserer ewigen Seele zu bemühen – Ihrer wie meiner.
Jesus hat gesagt: „Mein Vater ist noch immer am Werk und auch ich bin am Werk.“ (Johannes 5:17.) Er hat auch gesagt: „Wir müssen ... die Werke dessen vollbringen, der mich gesandt hat.“ (Johannes 9:4.)
Arbeit ist ein Segen
Auch Sie und ich haben ein Werk zu vollbringen. Der Satan will uns glauben machen, dass unsere Arbeit sich nicht lohnt oder dass wir überhaupt nicht zu arbeiten brauchen. Beides ist falsch. Es ist notwendig, dass wir arbeiten. Wir sind verpflichtet, für unsere eigenen Bedürfnisse und für die unserer Familie zu sorgen. Diese Selbständigkeit hatte der Herr schon im Sinn, seit Adam und Eva den Garten von Eden verlassen haben. Der Herr sagte zu Adam: „Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen.“ (Genesis 3:19.) Adam und Eva arbeiteten auf dem Feld, um für ihre eigenen Bedürfnisse und für die ihrer Kinder zu sorgen (siehe Mose 5:1).
Für uns selbst zu sorgen ist jedoch nicht der einzige Zweck der Arbeit. Stellen Sie sich vor, Sie erhielten eine große Geldsumme oder wären aus irgendeinem Grund plötzlich finanziell unabhängig. Selbst dann wäre das Gebot zu arbeiten nicht aufgehoben. Der Herr sagte zum Volk Israel: „Sechs Tage [sollst] du schaffen.“ (Siehe Exodus 20:9.) Er sah für dieses Gebot keine Ausnahme vor, auch nicht für diejenigen, die mehr als genug haben! Wie Elder Neal A. Maxwell einmal gesagt hat: „Arbeit [ist] immer eine geistige Notwendigkeit, auch wenn sie für einige Menschen keine wirtschaftliche Notwendigkeit ist.“ (Der Stern, Juli 1998, Seite 41.)
Arbeit ist kein Fluch, sondern ein Segen. Durch Arbeit befolgen wir nicht nur Gottes Gebot, sondern ermöglichen es uns, an Gottes errettender Gnade teilzuhaben. Der Erretter hat gesagt: „Wenn ihr mich liebt, werdet ihr meine Gebote halten.“ (Johannes 14:15.) Christus hat damit klargestellt: Wenn wir ihn lieben und bei ihm sein wollen, müssen wir seine Gebote befolgen, darunter auch das frühe Gebot an Adam, zu arbeiten.
Der Herr sagte den Heiligen der Letzten Tage zu Beginn der Wiederherstellung: „Nun habe ich, der Herr, an den Einwohnern Zions kein Wohlgefallen, denn es gibt Müßiggänger unter ihnen.“ (LuB 68:31.) Später, im 20. Jahrhundert, sagte Präsident Heber J. Grant, ein Prophet Gottes: „Arbeit muss für unsere Mitglieder wieder zum beherrschenden Grundsatz werden.“ (Generalkonferenz, Oktober 1936.)
Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, was geschehen würde, wenn die Menschen nicht arbeiteten? Würden unsere Schulen funktionieren? Würde unsere Regierung funktionieren? Gäbe es Fernsehprogramme? Auch wenn wir manchmal meinen, es wäre schön, so viel Geld zu haben, wie man sich nur wünscht, und nie wieder arbeiten zu müssen, kann ich Ihnen versichern, dass das nicht zu wahrem Glück führt. Zu den unglücklichsten Menschen, denen ich begegnet bin, gehören diejenigen, die aus dem einen oder anderen Grund über längere Zeit hinweg nicht arbeiten konnten.
Arbeit ist eine Sache der Familie. Ich weiß, dass manche von Ihnen nicht zu Hause wohnen. Ich möchte Sie darauf hinweisen, dass Sie gerade jetzt von der Arbeit Ihrer Familie profitieren. Ihre Eltern haben hart gearbeitet, um für Ihr körperliches, geistiges und seelisches Wohlergehen zu sorgen. Sie erwarten nicht, dass ihnen jemand diese Verantwortung abnimmt. Doch sie erwarten, dass Sie einen Teil der Last tragen.
Als ich mit meinem Sohn an der Abschlussfeier der Harvard Business School teilnahm, bat Dekan Kim Clark, der Mitglied der Kirche ist, die Absolventen, die in ihrer Robe in den vorderen Reihen saßen, sich umzudrehen und ihre Familie anzuschauen. Als sich die Absolventen umdrehten, hielt Dekan Clark inne und sagte dann: „Wenn Ihre Familie Sie nicht unterstützt hätte, könnten Sie heute keine Auszeichnung erhalten.“ Das gilt auch für Sie alle. Sie haben viel erhalten. Dafür wird von Ihnen erwartet, ja sogar verlangt, dass Sie Ihren eigenen Kindern, Ihrer eigenen Familie die gleiche Unterstützung und Liebe geben. Das bedeutet, dass Sie nicht nur, wie man heute sagt, „herumhängen“ können. Wenn Sie älter werden, erwarten Ihre Eltern von Ihnen, dass Sie selbst für sich sorgen und unabhängig werden.
Jeder hat seinen Anteil an der Arbeit. Denken Sie daran, dass es wichtig ist, dass Sie Ihren Kindern schon früh beibringen, dass sie ihren Anteil an der Arbeit in der Familie übernehmen. Diejenigen von Ihnen, die in einer Familie aufgewachsen sind, wo Sie gelernt haben zu arbeiten, können bezeugen, dass dies für Sie heute von großem Wert ist. Elder Samuelson hat mir gerade erst vorigen Donnerstag erzählt, wie dankbar er ist, dass sein Vater ihn arbeiten gelehrt hat und dass auch die Eltern seiner Frau sie arbeiten gelehrt haben.
Die Mitglieder der Kirche sollen ihr Bestes tun und so gut sie können für die Grundbedürfnisse ihrer Familie sorgen – für Nahrung, Kleidung und Obdach.
Wir wissen, dass es in so manchen Teilen der Welt sehr schwer sein kann, für die eigene Familie zu sorgen. Auch eine chronische Krankheit kann eine Prüfung sein, ebenso der Verlust des Ehepartners, die Sorge für einen betagten Elternteil oder die Finanzierung der Ausbildung der Kinder. Der himmlische Vater denkt an Familien in solchen Situationen. Ich bin überzeugt, dass er Ihnen die Kraft geben wird, weiterzumachen. Er wird Sie immer segnen, wenn Sie ihn voll Glauben bitten.
Wer arbeitet, dient
Eine gute Arbeitshaltung, gute Arbeitsgewohnheiten und -fertigkeiten ergeben sich aus Erfolgserlebnissen bei der Arbeit. Lassen Sie mich das veranschaulichen. Auf der Ranch, auf der ich aufwuchs, mussten die Kühe jeden Tag noch vor Tagesanbruch gemolken werden. Es spielte keine Rolle, ob es Sonntag, Weihnachten oder sonst ein Feiertag war. Es spielte keine Rolle, ob es kalt war. Es spielte keine Rolle, ob jemand die Grippe hatte. Es spielte keine Rolle, ob die Sonne schien oder ein Schneesturm wütete. Jeden Morgen und jeden Abend dasselbe – die Kühe mussten gemolken werden.
Ehe meine Brüder eingezogen wurden, war das Melken größtenteils ihre Aufgabe. Aber 1943, als ich gerade zehn Jahre alt war, warteten im Scheunenhof zehn bis zwölf Kühe darauf, von mir in den Melkstall geführt zu werden. Meine Mutter und mein Vater begrüßten die Kühe immer: „Guten Morgen. Schön, euch zu sehen!“ Ich muss gestehen, dass ich als kleiner Junge den Kühen keine derartigen Gefühle entgegenbrachte.
Wenn eine Kuh gemolken war, schüttete ich die Milch aus dem Eimer in eine Kanne, die fast vierzig Liter fasste. Wenn die Kanne voll war, wog sie fast vierzig Kilo. Meine jungen Muskeln wurden gestärkt, als ich die Kannen zur Straße trug, wo der Milchwagen sie abholte.
Mein Vater half mir oft beim Melken, gelegentlich half auch meine Mutter. Ich weiß, dass mein Vater und meine Mutter noch gemolken haben, als sie schon weit über achtzig waren. Aber mein Vater molk die Kühe nicht, weil er es musste; er molk sie, weil es für sie notwendig war. Das ist ein Unterschied. Für ihn waren diese Tiere nicht nur Kühe – sie waren Big Blackie und Bossie und Sally und Betsy. Er wollte, dass sie zufrieden waren. Er sagte immer, dass nur zufriedene Kühe gute Milch geben. Mein Vater betrachtete das Melken der Kühe – so naiv das klingen mag – nicht als Last, sondern als Chance. Das Melken war für ihn keine Arbeit, sondern ein Dienst.
Diese Lebensanschauung half mir, als ich heranwuchs. Dadurch stellte ich fest, dass jede ehrliche Arbeit Respekt verdient. Schon nach wenigen Jahren erkannte ich, dass die routinemäßige Erledigung von Aufgaben wie diesen mir Selbstvertrauen und innere Kraft gab. Ich war stolz auf meine Arbeit. Ich stellte fest, dass niemand mich dazu bringen konnte, mich wegen der Art von Arbeit, die ich verrichtete, minderwertig zu fühlen. Wie Eleanor Roosevelt gesagt hat: „Niemand kann dich ohne dein Einverständnis dazu bringen, dich minderwertig zu fühlen.“ („Points to Ponder“, Reader’s Digest, Februar 1963, Seite 261.) Sie bestimmen Ihre eigene Einstellung – gerade Sie, die jungen Menschen, – und auch Ihre Einstellung zur Arbeit. Selbstvertrauen und innere Kraft können Sie sehr weit bringen – im Unterricht, im politischen Leben und im Beruf.
Anstatt unsere tägliche Arbeit als Last anzusehen, sollten wir sie als Chance sehen. Das ist die Einstellung, die mein Vater mir im Hinblick auf die Arbeit mit den Kühen vermittelt hat. Sie hat mich mein Leben lang begleitet. Ich besuche heute noch so oft wie möglich die Ranch und schwelge in Erinnerungen.
Denken Sie darüber nach. Wenn mein Vater das Melken von ein paar Kühen als sinnvoll empfand, kann gewiss jeder von uns seine Arbeit als sinnvoll empfinden.
Lernen Sie die Arbeit lieben!
Meines Wissens ist eine der besten Methoden, das Leben zu genießen, die, dass wir lernen, die Arbeit zu lieben. Meine Frau Verla ist das perfekte Beispiel dafür. Mit zehn Jahren begann sie, für ihre kranke Tante Bertha zu arbeiten. Sie wusch das Geschirr und putzte das Haus. Seither hat sie nie aufgehört zu arbeiten. Die Art der Arbeit war in den verschiedenen Phasen ihres Lebens unterschiedlich. Sie war eine hervorragende Studentin, unterrichtete ein paar Jahre lang Erstklässler, zog unsere sieben Kinder groß, arbeitete im Elternbeirat und im Schulausschuss mit, diente im Missionsfeld, gab hunderte von Ansprachen in der Kirche und engagierte sich auf vielerlei Weise auch ehrenamtlich im Gemeinwesen.
Manche dieser Tätigkeiten würde die Welt vielleicht als profan bezeichnen, beispielsweise einen großen Haushalt zu versorgen. Manches förderte eher den Intellekt, wie etwa die Kurse, die sie belegte, und vieles war dem geistigen Bestreben gewidmet, das Evangelium zu lehren. Doch welche Aufgabe sie auch erfüllte, sie erfüllte sie immer mit ganzer Kraft. Sie hat viel Freude an der Arbeit. Gerade heute hat sie mir erst erzählt, dass sie ihrer Tante Vera nacheifern möchte, die auch mit neunzig noch sagte, sie hoffe, sie sei nie zu alt zum Arbeiten. Die glücklichsten Menschen, die ich kenne, sind diejenigen, die Freude an ihrer Arbeit haben, was sie auch tun mögen.
Vielleicht kennen Sie diese Geschichte, die zeigt, dass es ganz auf unsere Einstellung zur Arbeit ankommt.
Ein Reisender kam an einem Steinbruch vorbei und sah drei Männer bei der Arbeit. Er fragte jeden Mann, was er da tat. Die Antworten offenbarten die unterschiedliche Einstellung der Männer, die alle das Gleiche taten.
„Ich haue Steine“, antwortete der erste Mann.
Der zweite erwiderte: „Ich verdiene drei Goldstücke am Tag.“
Der dritte Mann lächelte und sagte: „Ich helfe mit, ein Haus Gottes zu bauen.“
Denken Sie an das alte Sprichwort: „Deine Einstellung bestimmt deine Stellung.“
Es sollte uns möglich sein, reichlich Sinn in unserer Arbeit zu finden, was wir auch tun. Mit jeder ehrlichen Arbeit können wir Gott dienen. König Benjamin, der nephitische Prophet, sagte: „Wenn ihr im Dienste eurer Mitmenschen seid, [seid] ihr nur im Dienste eures Gottes.“ (Mosia 2:17.) Selbst wenn unsere Arbeit nur dazu beiträgt, unsere Familie mit dem Notwendigen zu versorgen, helfen wir Gottes Kindern.
Dem Herrn missfällt es, wenn jemand faul oder müßig ist. Er hat gesagt: „Der Müßiggänger soll keinen Platz in der Kirche haben, außer er kehre um und bessere seine Wege.“ (LuB 75:29.) Er hat außerdem geboten: „Du sollst nicht müßig sein, denn wer müßig ist, soll weder das Brot des Arbeiters essen noch dessen Gewand tragen.“ (LuB 42:42.)
Seit den ersten Tagen der Kirche haben Propheten den Heiligen der Letzten Tage ans Herz gelegt, unabhängig zu sein, für sich selbst zu sorgen und Müßiggang zu meiden. Ein wahrer Heiliger der Letzten Tage wird die Aufgabe, für seinen Unterhalt zu sorgen, niemals leichtfertig einem anderen aufbürden. Fassen Sie hier und jetzt den Entschluss, meine jungen Freunde, dass Sie Ihr Leben lang so gut, wie es die Umstände nur zulassen, selbständig sein wollen.
Viele der jungen Frauen hier sind bereits Mutter oder werden Mutter sein und vielleicht das Glück haben, viele Jahre zu Hause zu sein und ihre Kinder zu erziehen. Andere unter Ihnen werden keine Mutter sein oder, obwohl sie Mutter sind, nicht in der Lage sein, den ganzen Tag zu Hause zu bleiben. In welcher Lage Sie sich auch befinden mögen, ich möchte Sie, die jungen Frauen, ermuntern, den Rat unseres Propheten zu befolgen und sich so gut wie nur möglich zu bilden. Bildung ist wertvoll. Ihre Ausbildung gibt Ihnen Sicherheit, wenn Sie zu Hause Ihre Kinder erziehen. Sollten Sie in der Zukunft berufstätig sein, werden Sie durch eine gute Ausbildung im Allgemeinen in der Lage sein, einer sinnvollen und lohnenden Arbeit nachzugehen.
Unsere Arbeit muss redlich sein und einen achtbaren Zweck haben. Der himmlische Vater ist nicht glücklich, wenn wir durch böses oder sinnloses Streben Gewinn erlangen. Präsident Spencer W. Kimball hat es so ausgedrückt: „Ich bin davon überzeugt, dass [diejenigen], die Lohn oder Gehalt empfangen, aber nicht die angemessene Zeit und Kraft sowie genügend Engagement einbringen, ‚schmutziges Geld‘ kassieren.“ (Generalkonferenz, Oktober 1953.) Das sind deutliche Worte, nicht wahr? Ferner sagte er, dass Geld, das durch böse oder nutzlose Aktivitäten wie Diebstahl, Glücksspiel einschließlich Lotterien, Gaunereien, Verkauf illegaler Drogen, Unterdrückung der Armen und Ähnliches erlangt wird, „schmutziges Geld“ ist.
Präsident Kimball definierte den Unterschied zwischen ehrbarer und verwerflicher Arbeit:
„Sauberes Geld ist die Bezahlung, die man für einen ganzen Arbeitstag voll ehrlicher Arbeit erhält. Es ist der angemessene Lohn für treuen Einsatz. Es ist der faire Gewinn aus dem Verkauf von Gütern, Rohstoffen oder Dienstleistungen. Es ist das Einkommen, das aus Geschäften erzielt wird, von denen alle Beteiligten profitieren.
Schmutziges Geld ist ... Geld ..., das durch Diebstahl oder Raub erlangt wurde, ... durch Glücksspiel, ... sündige Geschäftstätigkeiten, ... Bestechung ... oder ... Ausbeutung.“ (Generalkonferenz, Oktober 1953.)
Heute locken so viele mit Versprechungen vom schnellen Geld, mit Abkürzungen zu schnellem Reichtum und einem bequemen Leben. So etwas hören wir immer wieder. Diese Angebote sind Illusionen. Die Propheten haben stets davor gewarnt, der Versuchung, das schnelle Geld zu machen, zum Opfer zu fallen. Wir dürfen unser Urteilsvermögen und die Fähigkeit, Risiken und Nutzen abzuwägen und die bedeutenden Botschaften im Leben zu begreifen, nicht verlieren.
In der Arbeitswelt gibt es viele, die für Geistiges unempfänglich sind, weil sie fleischlich gesinnt sind. Versuchen Sie, ihnen möglichst aus dem Weg zu gehen. Wie tragisch wäre es, wenn wir durch unsere Arbeit mit denen in Kontakt kämen, die unsere geistige Gesinnung zerstören wollen, denn „was nützt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, dabei aber [seine Seele] einbüßt?“ (Siehe Markus 8:36.) Der Herr hat uns gesagt: „Der irdisch gesinnte Mensch aber lässt sich nicht auf das ein, was vom Geist Gottes kommt. Torheit ist es für ihn, und er kann es nicht verstehen, weil es nur mit Hilfe des Geistes beurteilt werden kann.“ (1 Korinther 2:14.)
Natürlich müssen wir das rechte Gleichgewicht zwischen Arbeit, Ruhe und Entspannung finden. Ohne Arbeit sind Ruhe und Entspannung ohne Bedeutung. Ein altes Sprichwort sagt: „Nichts zu tun ist die härteste Arbeit überhaupt.“ Es ist nicht nur angenehm und notwendig, dass wir ruhen, uns ist auch geboten worden, am Sabbat zu ruhen (siehe Exodus 20:10). Denen, die den Sabbat heilig halten, verheißt der Herr, dass ihnen die Fülle der Erde gehört (siehe LuB 59:16).
Manche von Ihnen wissen vielleicht, dass meine Frau und ich ein paar Jahre in Asien verbracht haben. Dort hörten wir den alten Spruch: „Wähle einen Beruf, den du liebst, dann wirst du keinen einzigen Tag arbeiten müssen.“ Brüder und Schwestern, das halte ich größtenteils für Wunschdenken. Ich hoffe, es klingt nicht zu düster, aber die Wirklichkeit sieht so aus, dass Arbeit nicht immer von sich aus reizvoll ist. Eine passendere Maxime könnte ein Rat von Präsident Thomas S. Monson sein. Er hat gesagt: „Wähle, wen du liebst; liebe, wen du wählst.“ (Ensign, November 1988, Seite 71.) Er sprach zwar von der Ehe, aber ich möchte behaupten, dass sich dieser Rat auch auf den gewählten Beruf beziehen lässt. Wählen Sie die Arbeit, die Sie lieben; lieben Sie die Arbeit, die Sie gewählt haben.
Damit möchte ich sagen, dass viele Menschen sich in dem Gedanken verfangen, ihre Arbeit müsse lohnender, glanzvoller oder zumindest weniger monoton sein. Sobald es schwierig wird – und das ist unvermeidlich –, denken sie, der von ihnen gewählte Beruf sei gar nicht so, wie sie es sich vorgestellt hatten. Sie denken dann, das Gras auf der anderen Seite des Zaunes sei grüner. Sie sagen: „Hätte ich doch nur Medizin studiert anstatt Jura. Ich wäre sicher ein hervorragender Arzt geworden.“ Oder auch: „Ich wünschte, ich hätte seine einflussreiche Position. Wäre ich der Chef, würde ich hart arbeiten und die Menschen gut behandeln, und ich wäre erfolgreich.“
Menschen, die von solchen Gedankengängen nicht loskommen, fällt es in jedem Beruf schwer, eine hervorragende Leistung zu bringen. Sie verfallen auf einen bestimmten Beruf, werden dann aber durch das „Kleine und Einfache“ ernüchtert und geben schließlich auf, um dem nächsten Hirngespinst zu folgen. Sie wechseln ständig die Arbeitsstelle und bleiben nie lange genug, um wirklich Hervorragendes zu leisten. (Wenn meine Worte einigen von Ihnen unangenehm sind, dann kehren Sie bitte um!)
Wenn Sie sich einmal für einen Beruf entschieden haben, dann lieben Sie ihn! Kein Beruf ist vollkommen. Jede Arbeit hat ihre Herausforderungen; es gibt Tage, da ist es eine Plackerei. Wie in der Ehe erfordern Erfolg und herausragende Leistungen bei der Arbeit wahrscheinlich, dass man sich jahrelang engagiert und dauerhaft bemüht.
Dazu ein Beispiel. Michelangelo, der virtuose Maler und Bildhauer, äußerte die folgende tiefe Erkenntnis in Bezug auf seine Arbeit. Er sagte: „Wenn die Leute wüssten, wie hart ich arbeiten musste, um meine Meisterschaft zu erlangen, wären sie gar nicht mehr so begeistert.“ Vielleicht haben einige von Ihnen Michelangelos brillante Werke schon bewundert. Aber wer hat dabei innegehalten und darüber nachgedacht, wie mühsam und ermüdend es gewesen sein musste, den David aus einer einzigen Platte massiven Marmors auszumeißeln? Daraus schuf er einen über vier Meter großen David, und dieser war gewiss nicht Michelangelos erste Skulptur. Zweifellos mühte er sich mit hunderten und tausenden Skulpturen ab, ehe er dieses Meisterwerk schuf. Wäre es nicht tragisch gewesen, wenn Michelangelo nach den ersten paar Jahren zermürbender Bildhauerarbeit festgestellt hätte, dass sie zu schwer, zu mühsam und zu langweilig sei und er lieber Schriftsteller werden wollte? Der Witz dabei ist: Wenn er diesen Wechsel gemacht hätte, hätte er vermutlich entdeckt, dass auch das Schreiben mühsam und langweilig sein kann!
Sie werden mehr Erfolg haben, wenn Sie begeistert und beharrlich weiterarbeiten, trotz der Unzulänglichkeiten Ihrer Arbeit und obwohl es das alltägliche „Kleine und Einfache“ zu tun gibt. Konzentrieren Sie sich auf den Beruf, den Sie ausüben, und widerstehen Sie der Versuchung, Ihre Augen umherschweifen zu lassen. Tatsächlich wage ich sogar zu behaupten, dass es gar nicht darauf ankommt, welchen Beruf Sie wählen. Ich verspreche Ihnen: Wenn Sie dabeibleiben und sich bemühen, in Ihrem Beruf Hervorragendes zu leisten, werden Sie sehr erfolgreich sein und schließlich Ihre Arbeit mehr lieben, als Sie sich vorstellen konnten.
Einige Ratschläge
Ich möchte Ihnen noch einige Ratschläge mit auf den Weg geben.
Erstens, geben Sie sich alle Mühe, gut mit anderen auszukommen. Tragen Sie zur Lösung bei, nicht zum Problem. Seien Sie ein Licht, kein Richter. Untersuchungen bestätigen immer wieder, dass man seine Stelle normalerweise nicht deshalb verliert, weil einem das Know-how oder die Fertigkeiten fehlen. Viel häufiger besteht die Schwierigkeit darin, dass man mit anderen Menschen nicht auskommt. Ich weiß, dass Sie nicht jedem immer alles recht machen können, aber Sie können es den meisten meistens recht machen – vor allem, wenn einer davon Ihr Chef ist.
Zweitens, denken Sie daran, dass sich ein Mensch selten verbessert, wenn er sich nur mit seinem eigenen Maßstab misst. Ich kann Ihnen versichern, dass ich im Leben und im Beruf mehr Fortschritt durch die Kritik anderer gemacht habe als durch ihr Lob. Lernen Sie, sich gelegentlich mit dem Maßstab eines anderen zu messen. Stellt Ihr Chef fest, dass Sie zu leicht die Beherrschung verlieren, dann nehmen Sie das ernst. Stellt Ihre Frau fest, dass Sie zu leicht die Beherrschung verlieren, und stellen auch Ihre Freunde fest, dass Sie zu leicht die Beherrschung verlieren, dann ist es sehr wahrscheinlich, dass Sie zu leicht die Beherrschung verlieren. Wenn Sie solche Rückmeldungen hören, dann hören Sie zu, ehe Sie sie abstreiten. Bewerten Sie sie. Wägen Sie sie ab. Meinen Sie, dass es an der Zeit ist, sich zu ändern? Lernen Sie, unabhängig von Kritik, gut mit anderen Menschen auszukommen. Wenn man wirklich gut mit jemandem auskommen will, dann kann man es auch.
Drittens, seien Sie Optimist! Akzeptieren Sie Pessimismus nicht, vor allem dann, wenn er gegen Sie selbst gerichtet ist. Akzeptieren Sie pessimistische Äußerungen über den himmlischen Vater nicht. Denken Sie daran, von welcher Quelle sie stammen, nämlich vom Satan. Akzeptieren Sie pessimistische Äußerungen über die Führer der Kirche oder die Kirche als Institution nicht. Es erfordert Arbeit, die Botschaften des Satans zurückzuweisen, aber solche Arbeit führt zum Glück.
Ein Wort an die zurückgekehrten Missionare: Geben Sie die Grundsätze und Gewohnheiten, die großartigen Erfahrungen aus dem Missionsfeld nicht auf. Vernachlässigen Sie nicht Ihre äußere Erscheinung. Die Führer der Kirche erwarten nicht, dass Sie jetzt, da Sie Ihre Ausbildung fortsetzen, eine Krawatte, ein weißes Hemd und einen dunkelblauen Anzug tragen. Aber pflegen Sie Ihr Äußeres, wie Sie es auf Mission gelernt haben. Kleiden Sie sich so, wie es zu einem erfolgreichen Menschen passt! Wenn Ihre Gewohnheiten die Reinheit, die Würde und die Grundsätze des Evangeliums widerspiegeln, das Sie als junger Missionar verkündet haben, werden sie Ihnen auch am Arbeitsplatz von großem Nutzen sein.
Zusammenfassung
Meine Botschaft heute Abend lässt sich mit zwei Aussagen zusammenfassen. Die erste stammt von Präsident David O. McKay. Er hat gesagt: „Bedenken wir: Das Recht zu arbeiten ist eine Gabe, die Kraft zu arbeiten ein Segen und die Liebe zur Arbeit der Erfolg.“ (Pathways to Happiness, 1957, Seite 381.)
Die zweite Aussage stammt von unserem geliebten lebenden Propheten, Präsident Gordon B. Hinckley. Er hat gesagt: „Die meiste Arbeit wird nicht von Genies verrichtet, sondern von ganz normalen Menschen, die ein ausgeglichenes Leben führen und gelernt haben, Außerordentliches zu leisten.“ (Our Fading Civility, Ansprache an der Brigham-Young-Universität, 25. April 1996). Es steht fest, dass es entlang des Weges Enttäuschung und Entmutigung gibt, Brüder und Schwestern.
Orson F. Whitney tröstet uns:
„Kein Schmerz, den wir erdulden, keine Prüfung, die wir durchmachen, ist vertan. Sie dienen zu unserer Erziehung, zur Entwicklung von Eigenschaften wie Geduld, Glaube, innere Stärke und Demut. Alles, was wir erleiden und ertragen, vor allem, wenn wir dabei geduldig sind, formt unseren Charakter, macht unser Herz rein, erweitert uns die Seele und macht uns liebevoller und wohltätiger, würdiger, Gottes Kind zu heißen, ... und durch Kummer und Leid, Mühe und Trübsal machen wir die Entwicklung durch, für die wir hierher gekommen sind und die uns unserem Vater und unserer Mutter im Himmel ähnlicher macht.“ (Zitiert in Spencer W. Kimball, Faith Precedes the Miracle, 1972, Seite 98.)
Als demütiger Diener des Herrn segne ich Sie und verheiße Ihnen: Wenn Sie daran arbeiten, sich an die Maßstäbe zu halten, die der Herr durch die heiligen Schriften und seine Propheten festgelegt hat, wenn Sie studieren, wenn Sie beten, wenn Sie mit dem Geld, das Ihnen Ihre Arbeit einbringt, Ihren Zehnten und Ihre Opfergaben zahlen, werden Sie Ihr Leben lang und auch bei Ihrer täglichen Arbeit erfolgreicher sein. Sie werden besser arbeiten, Sie werden produktiver arbeiten, Sie werden effizienter sein, und das alles, weil der Geist des Herrn mit Ihnen ist, Ihnen beisteht und Ihnen Kraft gibt.
Ich überbringe Ihnen besondere Grüße von unserem geliebten Propheten, Präsident Hinckley. Vor kurzem sprach Präsident Hinckley zu den Mitgliedern seines Heimatpfahles und sagte: „Die Lage ist nicht so schlecht, wie wir manchmal meinen. ... Ich bin sehr optimistisch, was die Kirche angeht. Ich bin ungeheuer optimistisch, was die Jugend der Kirche angeht. Wir brauchen uns nicht zu fürchten. Wir brauchen nichts zu fürchten, wenn wir nach dem Evangelium leben, wenn wir unsere Entscheidungen im Licht des Evangeliums treffen, wenn wir auf die Knie gehen und den Herrn um Erleuchtung, Erkenntnis, Führung und Mut bitten; dann brauchen wir uns nicht zu fürchten.“
Meine lieben jungen Freunde, ich möchte Ihnen heute mein Zeugnis geben. Ich glaube an diese Kirche, ich glaube an Jesus Christus. Ich glaube an das, was er gesagt hat. Ich glaube an das, was er zu den Nephiten gesagt hat: „Ich habe die Himmel und die Erde und alles, was darinnen ist, erschaffen. Ich war von Anfang an beim Vater.“ (3 Nephi 9:15.) Ich weiß, dass Jesus der Sohn Elohims ist, des Vaters, der Adam und Eva erschuf. Ich weiß, meine lieben jungen Freunde, dass er, der Sohn, von Maria geboren wurde, in Betlehem in Judäa. Ich weiß, dass er, wie Matthäus es berichtet, zur Zeit des Königs Herodes geboren wurde. Jesus Christus hat gesagt: „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis umhergehen, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ (Johannes 8:12.) Ich glaube an folgende Worte Jesu Christi: „Wenn jemand an meinem Wort festhält, wird er auf ewig den Tod nicht schauen.“ (Johannes 8:51.) Ich weiß, er und sein Vater sind dem jungen Propheten Joseph Smith erschienen.
Ich weiß, dass Jesus Christus jedem von uns bei unserer Arbeit helfen kann, wenn wir ihm bei seiner Arbeit helfen. „Denn die Namen der Rechtschaffenen werden in dem Buch des Lebens geschrieben sein, und ihnen werde ich ein Erbteil zu meiner rechten Hand gewähren. Und nun, meine Brüder, was habt ihr dagegen zu sagen? Ich sage euch: Wenn ihr dagegen sprecht, so macht dies nichts aus, denn das Wort Gottes muss sich erfüllen.“ (Alma 5:58.) Ich weiß und bezeuge, dass wir einen lebenden Propheten haben, Gordon B. Hinckley, der uns bei unserer Arbeit helfen kann, wenn wir seinen Rat befolgen.
Sie, meine lieben jungen Freunde, sind die Hoffnung dieser Kirche, Sie sind die Hoffnung der Gesellschaft, in der Sie leben. Sie sind die künftigen Führer dieser Kirche, die künftigen Führer in den Ländern dieser Welt. Ich gebe Ihnen demütig Zeugnis: Wenn Sie für unseren Vater im Himmel und seinen Sohn, Jesus Christus, arbeiten, wird er Sie segnen, Sie behüten und auf Sie aufpassen, solange Sie leben. Dieses Zeugnis gebe ich in seinem heiligen Namen, ja, dem des Herrn, unseres Erlösers und Erretters, ja, des Heiligen Israels – Jesus Christus. Amen.