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Der Welt trotzen

Elder Dallin H. Oaks
vom Kollegium der Zwölf Apostel
mit Schwester Kristen M. Oaks
CES-Fireside für junge Erwachsene • 4. November 2007 • Religionsinstitut in Pocatello

Elder Dallin H. OaksMeine Frau und ich freuen uns sehr, heute in der Stadt zu sein und hier im Religionsinstitut von Pocatello an dieser Übertragung teilzunehmen, die von hier aus viele Orte der Welt erreicht. Den Zuhörern in der Ferne möchte ich gern erklären, dass wir im Raum Pocatello eine sehr große Gruppe junger Erwachsener haben – sie umfasst an die 10 000 Personen. Etwa 7000 davon studieren an der Idaho State University, deren Rektor, Arthur Vailas, heute Abend zusammen mit seiner Frau bei uns ist. Diese Universität hat insgesamt etwa 14 000 Studenten, die Mitglieder unserer Kirche machen also ungefähr die Hälfte davon aus. Sie bilden eine bemerkenswert große Gruppe von Heiligen der Letzten Tage hier im Südosten von Idaho, und wir sind sehr froh, dass wir anlässlich dieser CES-Übertragung hier sein dürfen.

Verabredungen statt „abhängen“ – zur Wiederholung

Bei der CES-Fireside im Mai 2005 habe ich zu Ihnen über Verabredungen und „abhängen“ gesprochen. Das hat so viele Reaktionen hervorgerufen, dass ich zunächst auf dieses Thema zurückkommen möchte, ehe ich mich dem eigentlichen Thema meiner heutigen Ansprache zuwende.

Zum Nutzen derer, die nichts davon gehört haben, und um die Erinnerung derjenigen aufzufrischen, die sie gehört haben, fasse ich meine damalige Botschaft nun kurz zusammen.

Als Erstes habe ich mich anderen Betrachtern angeschlossen und meine Sorge darüber geäußert, dass viele junge Leute in den Zwanzigern dazu neigen, die Verantwortung für eine Ehe und eine Familie hinauszuschieben.

Als Zweites habe ich die Meinung zuverlässiger Beobachter angeführt, wonach Verabredungen an den Hochschulen sowie unter jungen Erwachsenen ganz allgemein kaum noch vorkommen. An ihre Stelle ist etwas getreten, was als „abhängen“ bezeichnet wird. Ich habe „abhängen“ und „Verabredung“ für diejenigen definiert, die nicht wussten, was unter dem einen und unter dem anderen zu verstehen ist. In einem der Briefe, die ich nach meiner Ansprache erhielt – er kam übrigens, wenn ich mich recht entsinne, von einer Frau hier aus Idaho – stand eine neue und bessere Definition. „Abhängen“, so schrieb sie, sei „faulenzen als Gruppenaktivität“.

Als Drittes habe ich darüber gesprochen, warum Verabredungen so schwierig und unpopulär geworden sind.

Ich gab daraufhin einen Ratschlag, den ich nun aus dieser Fireside zitiere:

„Ihr Männer, wenn ihr von eurer Mission zurückgekehrt seid und noch immer dem Jungen-und-Mädchen-Schema folgt, das euch [empfohlen wurde, ehe ihr 16 wart,] dann wird es Zeit für euch, erwachsen zu werden. Fasst Mut und haltet nach jemand Ausschau, mit dem ihr zusammenkommen könnt. Trefft viele Verabredungen mit den verschiedensten jungen Frauen, und wenn sich da eine gute Aussicht ergibt, macht etwas Ernstes daraus. Es ist an der Zeit, zu heiraten. Das ist die Absicht des Herrn in Bezug auf seine jungen erwachsenen Söhne und Töchter. Die Initiative liegt bei den Männern, und ihr müsst sie ergreifen. Wenn ihr nicht wisst, was eine Verabredung ist, hilft euch vielleicht die folgende Regel, die ich von meiner 18-jährigen Enkeltochter habe. Eine Verabredung muss drei Punkte erfüllen: 1. gut geplant, 2. nicht zu teuer, 3. auf zwei Personen ausgelegt.

Ihr jungen Frauen, lasst euch weniger auf das Abhängen ein, sondern kümmert euch lieber um einfache, preiswerte und häufige Verabredungen. Macht es den jungen Männern nicht so leicht, irgendwo abzuhängen, wo ihr Frauen die Verpflegung besorgt. Füttert keine Kostgänger durch. Gelegentlich eine Gruppenaktivität ist in Ordnung, aber wenn ihr Männer seht, die mit dem anderen Geschlecht vorzugsweise beim Abhängen zusammenkommen, dann solltet ihr, finde ich, die Küche zusperren und die Haustür vernageln.

Dabei könnt ihr auch gleich ein Schild aufhängen: ,Für Einzeltermine geöffnet‘, oder etwas in der Art. Und, ihr jungen Frauen, … wenn wir junge Männer dazu bringen wollen, sich häufiger zu verabreden, muss für beide Seiten klar sein, dass eine Verabredung nicht zwangsläufig eine feste Bindung nach sich zieht. …

Meine alleinstehenden jungen Freunde, wir raten euch, eure Beziehungen zum anderen Geschlecht über Verabredungen anzubahnen, die zu einer Eheschließung führen können, und nicht über das Abhängen, das nur zu Mannschaftssportarten wie Fußball führen kann. Die Ehe ist keine Gruppenaktivität – zumindest solange nicht, bis sich Kinder in reichlicher Anzahl einstellen.“ (Ein lebenslanges Engagement, CES-Fireside für junge Erwachsene, 1. Mai 2005, Seite 5f.)

Das waren nun genug Zitate aus meiner Ansprache von vor zweieinhalb Jahren.

Was geschah als Nächstes? Ich habe einige Dankschreiben erhalten, vor allem von Frauen. „Sie haben es auf den Punkt gebracht“, meinten viele. Einige bestätigten, was jemand als die „beklagenswerte Verabredungslage ... bei den Alleinstehenden im Allgemeinen“ bezeichnet hat. Ein paar Männer beklagten sich, dass Frauen ihnen einen Korb gegeben hatten, als sie sie um eine Verabredung baten, oder dass es die Frauen waren, die nicht bereit waren, sich auf eine feste Beziehung einzulassen.

In einem Brief hieß es: „Viele junge alleinstehende Erwachsene in der Kirche haben die Nase voll vom ständigen Abhängen, … sehen sich jedoch außerstande, das ganze System allein zu verändern.“ Diese Frau dankte mir dafür, dass ich jedem von uns, wie sie es nannte, „persönlich die Pflicht zu handeln“ auferlegt hatte, und fügte hinzu, dass sie Wege gefunden habe, wie sie „dem Abhängen entgegentreten und stattdessen das Verabreden zur Norm erheben“ könne. Zum Beleg dafür enthielt ein anderer Brief (der mir mit am besten gefallen hat) ein Bild mit einem Schild, das an der Wohnungstür der Verfasserin hing. Darauf stand: „Für Einzeltermine geöffnet!!!“

Eine andere Frau berichtete, dass ihre Schwester einen Mann geheiratet habe, den sie beim Abhängen kennengelernt hatte. Sie hatten sich nur selten verabredet und daher beide nicht gelernt, in Gesellschaft als Paar aufzutreten. Nun haben sie eine Ehekrise, weil sie beide weiterhin abhängen – er mit seinen Freunden und sie mit ihren Freundinnen.

Ich habe nicht die Zeit, noch viele dieser Briefe anzuführen, aber auf einen möchte ich noch zu sprechen kommen, weil er wohl für Erfahrungen steht, die typisch sind. Dieser Brief kam etwa ein Jahr nach meiner Ansprache an. Er war von einem Paar unterschrieben, das mir für seine glückliche Ehe dankte. Die beiden berichteten, dass sie gemeinsam studiert hatten und in einer JAE-Gemeinde Freunde gewesen waren. Er fragte sie, ob sie sich mit ihm spaßeshalber einmal verabreden wolle, um sich besser kennenzulernen. Nachdem sie darüber einige Tage lang nachgedacht hatte, ließ sie ihn wissen, dass sie kein Interesse habe.

Es vergingen einige Monate, und dann gab meine Ansprache bei der Fireside neue Impulse. Sie schreiben: „Bei dieser Fireside merkten Sie an, dass man nicht den Eindruck erwecken dürfe, ,die Verabredung sei eine überaus ernsthafte Angelegenheit. Wenn wir junge Männer dazu bringen wollen, sich häufiger zu verabreden, muss für beide Seiten klar sein, dass eine Verabredung nicht zwangsläufig eine feste Bindung nach sich zieht.‘ ...

Unmittelbar nach der Fireside“, heißt es in dem Brief weiter, „ging [sie] auf [ihn] zu und fragte, ob sie mit ihm sprechen könne.“ Sie erklärte ihm, dass sie die Idee, sich zu verabreden, nun etwas anders sehe, und dass sie es gern versuchen würde, wenn er noch Interesse hätte. „Wir mussten noch viel übereinander lernen“, schreiben sie, „und noch viele Veränderungen erleben. Wir heirateten im folgenden Mai im Washington-D.C.-Tempel. Ihr offener und klarer Rat half uns erkennen, dass Verabredungen eine Möglichkeit darstellen, einander besser kennenzulernen, ohne dass man sich gleich zu einer längerfristigen Beziehung oder zur Eheschließung verpflichtet.“ Genau!

Wie ich in meiner Ansprache sagte: „Bei einfachen, aber häufigen Verabredungen [konnten] sowohl Männer als auch Frauen sich einfach nur umsehen und die Aussichten gründlich abwägen. Bei so einer altmodischen Verabredung konnte man wunderbar jemand vom anderen Geschlecht kennenlernen. Man unterhielt sich miteinander. Man konnte sich ein Bild machen, wie man andere behandelt und von ihnen behandelt wird, wenn man zu zweit zusammen ist. Man hatte viele Chancen zu lernen, wie man eine reife Beziehung anbahnt und aufrechterhält. Beim Abhängen geschieht nichts dergleichen.“ (Ein lebenslanges Engagement, Seite 6.)

Ich möchte Ihnen nun meine Verabredung für den heutigen Abend vorstellen, meine Frau Kristen.

Schwester Kristen M. Oaks

Guten Abend. Ich freue mich sehr, dass mein Mann mich noch immer als die Frau bezeichnet, mit der er gern ausgeht. Mädchen: Die Hoffnung währt ewig, und Männer: Das gilt auch für Sie! Wir haben Sie lieb, und es ist uns eine große Ehre, mit der wunderbaren heranwachsenden Generation der Kirche zusammen zu sein. Sie sind die Zukunft, und Sie sind einfach großartig! So viel Erfreuliches und Schönes liegt vor Ihnen.

Wir wissen aber auch, dass alleinstehend zu sein einige besondere Herausforderungen mit sich bringt: Entscheidungen über Ausbildung und Ehe und auch darüber, wie sehr Sie sich für Ihre Familie und Ihre Religion einsetzen. Ich möchte heute Abend vier Punkte ansprechen, die mir am Herzen liegen: 1.) Sie können Ihr Zuhause und Ihre Familie stärken, 2.) Sie können einander aufbauen und erheben, 3.) Ihre Zeit in einer Gemeinde für Alleinstehende oder als Alleinstehende in Ihrer regulären Gemeinde, 4.) die Entscheidung, mit wem Sie ausgehen.

Erstens: Der Herr verlässt sich darauf, dass Sie bei der Erhöhung Ihrer ewigen Familie mithelfen. Schwester Mary N. Cook sprach darüber bei der Herbst-Generalkonferenz 2007. Sie sagte: „Jede Familie braucht Stärkung, die ideale ebenso wie die mit den größten Problemen belastete. Diese Stärkung kann von euch kommen.“ („Das Zuhause und die Familie stärken“, Liahona, November 2007, Seite 11.)

Ich möchte bezeugen, dass es stimmt, was sie gesagt hat. Ihre Energie, Ihre Begeisterung und Ihr Beispiel bewirken ungemein viel in Ihrer Familie – selbst dann, wenn Sie nur brieflich oder telefonisch Kontakt haben. Die jungen Alleinstehenden in meiner Familie sind eine wahre Freude. Ihr Eifer und ihre Hingabe, ihr Humor und Ihr Glaube sind wirklich und wahrhaftig der Kitt, der unsere Familie zusammenhält. Schwester Cook sagte dazu: „Euer Beispiel an Rechtschaffenheit wird eure Familie stärken.“ (Liahona, November 2007, Seite 11.) Sie sind wichtig, und Ihr Beitrag ist wertvoll.

Zweitens: Seien Sie gut zueinander. Wir brauchen dringend freundliche, aufmunternde Worte. Diese Worte können Sie aussprechen. Fangen Sie jetzt damit an, und der Segen wird ewig sein.

Brüder, Sie möchte ich auffordern: Scheuen Sie sich nie, Ihre Mitmenschen aufzubauen. Man wird sich an Ihre Worte noch sehr lange erinnern. Mein Mann schrieb auf der Highschool lobende Worte in das Jahrbuch einer jungen Frau, die als Erwachsene dann Präsidentin einer der Hilfsorganisationen wurde. Über 50 Jahre danach erwähnte sie seine Widmung in ihrer Biografie.

Wir alle brauchen einen inneren Auftrieb. Schwestern, Sie haben so viele attraktive, gute und rechtschaffene Männer um sich. (Das fiel mir auf, als ich letzte Woche den Autoschalter einer Bank benutzte und in der Kamera zwei treue Priestertumsträger sehen konnte.) Schwestern, Ihre aufmunternden Worte und Ihre Gabe, das Potenzial und das Gute in anderen zu sehen, besonders in den Männern in Ihrer Umgebung, werden sich noch sehr bezahlt machen. Wir wachsen und blühen auf, wenn man uns lobt und uns schätzt. Mit freundlichen, ehrlichen Worten beschenken Sie sich selbst und andere, und das wird auch in Ihrer Ehe so bleiben.

Drittens: Viele von Ihnen gehören einer Gemeinde für Alleinstehende an. Es gibt keine Sonderkirche für Alleinstehende. Selbst wenn es Gemeinden, Zweige und Klassen für Alleinstehende gibt, so gehören wir doch alle zur selben Kirche. Es kann viel Freude bereiten, eine Gemeinde für Alleinstehende zu besuchen – Aktivitäten, Partys, Dienstprojekte und geistige Anleitung. Es bieten sich Gelegenheiten, sich mit anderen zusammenzutun, die ähnliche Interessen haben und etwa gleich alt sind, und neue Freunde kennenzulernen. Allerdings verwenden manche Alleinstehende in diesem Umfeld, wo es potenzielle Partner für die Zukunft gibt, auch aus Zeitknappheit fast ihre gesamte Energie darauf, verzweifelt nach einem Ehepartner zu suchen. Statt die einmalige Gelegenheit zu genießen, mit anderen Alleinstehenden in ähnlicher Lage zusammenzukommen, nagt vor allem die Angst an ihnen, sie könnten die Chance verpassen, zu heiraten. Ihr Alleinsein bereitet ihnen immer mehr Frust und Sorgen.

Sie sind im allerbesten Alter: keine Falten, Zeit, über die Sie frei verfügen können, und unzählige Möglichkeiten, die Ihnen offenstehen. Sie möchten wegweisende Entscheidungen treffen. Aber manchmal scheint genau dies sehr schwierig zu sein. Wo liegt die Schwierigkeit?

Elder Jeffrey R. Holland behandelte dieses Problem in einer Ansprache vor Missionaren, die sich mit deren Schwierigkeiten auf Mission befasste. Es ging um den Preis, den wir dafür bezahlen müssen, dass wir zum himmlischen Vater zurückkehren können. Sein Rat gilt für jeden, der darum ringt, Gott zu erkennen und ihm zu dienen. Viele der anwesenden Missionare waren enttäuscht, hatten kaum Erfolg und fragten sich, ob ihre Mission überhaupt etwas wert sei. Sie fragten: Warum ist das so schwer? Warum läuft es nicht besser? Warum hat man nicht schneller Erfolg? Warum schließen sich nicht mehr Menschen der Kirche an? Es ist doch die Wahrheit. Wir glauben an Wunder. Warum stehen die Menschen nicht am Taufbecken Schlange? Warum ist es nicht leichter?

Elder Holland sagte darauf: „Ich habe viel darüber nachgedacht. Was ich nun sage, ist meine eigene Meinung, es ist keine Lehre der Kirche. ... Ich bin davon überzeugt, dass Missionsarbeit nicht leicht ist, weil man die Errettung nicht einfach geschenkt bekommt.“ (Und ich würde hinzufügen: An der Universität zu studieren oder in Ihrem Alter zu sein, ist auch nicht einfach, denn man bekommt auch da nichts geschenkt.) „Es war noch nie einfach, errettet zu werden. Wir sind die Kirche Jesu Christi, dies ist die Wahrheit, und er ist unser großes und ewiges Oberhaupt. Wie können wir uns einbilden, ... es müsse für uns leicht sein, wenn es doch für ihn niemals leicht war? ... Wie können wir so Zeugnis vom Sühnopfer geben, dass es andere bewegt und ihnen in Erinnerung bleibt, wenn wir nie etwas Derartiges erlebt oder verspürt haben? Als [Mitglieder und] Missionare bezeichnen wir uns stolz als Jünger Christi, und das sind wir auch, aber – hören Sie genau zu – das bedeutet auch, dass [wir] bereit sein müssen, ein Stück des Weges zu gehen, den er ging, ein wenig von dem Schmerz zu verspüren, den er litt, und zumindest ab und an ... ein paar der Tränen zu weinen, die er vor Kummer vergossen hat.“ (The Atonement, Ansprache bei einem Seminar für neue Missionspräsidenten, 26. Juni 2007.)

Die Errettung wird uns nicht einfach geschenkt, daran müssen wir immer denken. Lassen Sie nie zu, dass Prüfungen Ihrer Verbindung zum himmlischen Vater im Weg stehen. Lassen Sie sich nie durch eine Beleidigung oder Schwierigkeiten davon abhalten, vom Abendmahl zu nehmen, sodass Sie geistig geschwächt werden und womöglich den geistigen Tod erleiden. Bleiben Sie standhaft und vergessen Sie nicht, was Sie als wahr erkannt haben.

Viertens: Die Entscheidung, mit wem Sie ausgehen. Mein Mann und ich wissen ganz genau, wie es ist, ein alleinstehendes Mitglied dieser Kirche zu sein. Er war zwei Jahre lang Witwer, und ich war über 50 Jahre lang alleinstehend. (Das kam mir vor wie ein Weltrekord!) Wir wissen, was Einsamkeit ist, und wie man sich fühlt, wenn man abends sein Kopfkissen nass weint.

In letzter Zeit hat man uns mehrfach die gleiche Frage gestellt. Sie lautete in etwa: „Es gibt niemanden, mit dem ich ausgehen könnte, wie soll ich damit umgehen? Was raten Sie mir?“ Eine alleinstehende Schwester erzählte einer guten Freundin, dass sie es leid sei, auf eine Ehe zu warten und allein zu sein, leid, für sich selbst zu sorgen und alles allein zu entscheiden. Sie sei es auch leid, darauf zu warten, dass ihre Träume sich erfüllten. Das Warten brächte ihr nichts ein. Was sie sich wünschte, war vollkommen in Ordnung: Ehefrau und Mutter zu sein und eine Familie zu haben. Aber verzweifelt, wie sie war, ging sie völlig verkehrt an die Sache heran. Sie beschloss nämlich, sich einen Mann zu suchen, der nicht die gleichen Wertvorstellungen hatte wie sie. Das könnte jeder x-beliebige Mann sein, Schwestern. Zu spät musste sie dann feststellen, dass diese Notlösung ihr nur großen Kummer, Selbsthass und Verzweiflung einbrachte. Zu spät erkannte sie, dass es sich sehr wohl gelohnt hätte, auf den Herrn zu harren, weil sie dann Frieden und Glück erlangt hätte.

Hier noch einmal die Frage: „Es gibt anscheinend niemanden, mit dem ich ausgehen könnte, wie soll ich damit umgehen?“ Heute Abend möchte ich Sie auffordern, sich diese Frage selbst zu beantworten.

Was wünschen Sie sich für sich selbst, Ihren zukünftigen Gefährten und Ihre Familie? Wir leben in der großartigsten aller Evangeliumszeiten, und wir sollten uns klar darüber sein, weshalb sie das ist, und was wir zu erreichen hoffen. Meine Bitte an Sie heute Abend lautet: Schreiben Sie einen Brief an sich selbst, den auch nur Sie lesen werden. Richten Sie ihn an sich selbst, wie Sie später einmal sein wollen, und an die zukünftige Familie, die Kinder, die Sie sie sich wünschen. Der Brief soll Fragen beantworten und Ihre Herzenswünsche enthalten. Wenn Ihnen klar ist, wer Sie sind, was Sie wollen und wonach Sie suchen, dann werden Sie das auch bekommen!

Möchten Sie, dass Ihre zukünftige Familie weiß, dass sie einen himmlischen Vater hat, der sie liebt, der regen Anteil an ihrem Leben nimmt und immer über sie wacht? Dass dieser himmlische Vater ihre Gebete beantwortet? Dass er auf jeden ihrer Atemzüge achtet, ja, selbst auf jedes einzelne Haar auf ihrem Kopf? Soll sie wissen, dass dieser himmlische Vater über sie wacht, wenn sie morgens aus dem Haus gehen und abends wiederkommen, und wenn sie sich zwischen richtig und falsch entscheiden?

Wünschen Sie sich einen Gefährten, der ewige Bündnisse mit dem himmlischen Vater eingeht, der gelobt, Ihnen auch dann treu zur Seite zu stehen, wenn es schwierig wird im Leben? Mir ist einmal in einem Segen gesagt worden: „Wenn du nicht aushalten kannst, womit du als Alleinstehende zu kämpfen hast, wirst du auch die Belastung nicht aushalten können, die die Ehe mit sich bringt.“ Ich bezeuge, dass dies stimmt. Der Herr wird Sie stärken und emporheben.

Möchten Sie, dass Ihr zukünftiger Ehepartner und Ihre Kinder ihren Erretter und Erlöser kennen, Jesus Christus, der Schmerzen, Bedrängnisse und Versuchungen jeder Art litt? Sollen sie wissen, dass er das tat, damit die Worte in Erfüllung gehen, in denen es heißt, er werde die Schmerzen und Krankheiten, die Niedergeschlagenheit und Traurigkeit seines Volkes auf sich nehmen? (Siehe Alma 7:11.) Möchten Sie das, oder wollen Sie lieber allein dastehen?

Möchten Sie, dass Ihre Familie geeint sein wird durch ihr Zeugnis von Joseph Smith und vom Buch Mormon, dass sie spüren wird, wie sehr dieses Zeugnis sie stärken kann? Wissen Sie mit Bestimmtheit, dass Sie der wahren Kirche Christi auf Erden angehören und dass Ihnen die Segnungen ewigen Lebens und Glücks uneingeschränkt offenstehen? Liegt Ihnen etwas an Präsident Gordon B. Hinckley und unterstützen Sie ihn als Propheten Gottes auf Erden?

Schreiben Sie heute Abend oder zu einem anderen günstigen Zeitpunkt diesen Brief an sich selbst. Schreiben Sie an Ihre künftigen Lieben und schildern Sie ihnen, wie Sie sich Ihre Ehe vorstellen, welche Maßstäbe Sie für sich aufstellen, wie Sie sich kleiden und mit anderen ausgehen und welche guten, liebevollen Wünsche Sie für sie hegen. Wenn Sie dies tun, werden all Ihre Fragen sich von selbst beantworten. Sie tragen die Fähigkeit dazu in sich. Sie kennen die Antworten – Sie wollen auf ewig glücklich, voll Frieden und sicher sein. Sie tragen die Antworten in sich.

Sie bedeuten mir so viel. Ich bin so dankbar, dass ich ein Mitglied der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage bin. Ich möchte Ihnen versichern, dass ich weiß, dass diese Kirche wahr ist, und dass sie mit ihrem Licht Sicherheit in einer sehr finsteren Welt bietet. Das sage ich im Namen Jesu Christi. Amen.

Der Welt trotzen

Vielen Dank, Kristen. Ehe ich auf das zu sprechen komme, was ich vorbereitet habe, möchte ich noch sagen, dass ich es als großes Glück betrachte, mit einer Weltrekordhalterin verheiratet zu sein. Jetzt zu meinem eigentlichen Thema.

Unsere Zeit ist für junge Menschen nicht leicht. Tag für Tag werden wir mit großen Sorgen überhäuft: die Erderwärmung, Kriege und Kriegsgerüchte, Dürrekatastrophen, eine möglicherweise weltweit übergreifende Epidemie, eine mögliche Wirtschaftskrise. In den Küstenstädten sorgt man sich über den steigenden Meeresspiegel, der einem das Auf und Ab der Gezeiten bis vor die Tür oder sogar über die Türschwelle bringt. So schlimm dies alles auch ist – ich mache mir mehr Sorgen über die zunehmende Flut des Bösen in unserer Umgebung.

Ich sehe diese Schwierigkeiten als eine Erfüllung der prophetischen Aussage Lehis: Es muss notwendigerweise „in allem einen Gegensatz“ geben (siehe 2 Nephi 2:11). Inmitten all dieser Schwierigkeiten müssen wir auf die großen Verheißungen des Herrn bauen. Er hat gesagt, dass er von uns nichts verlangt, ohne uns auch einen Weg zu bereiten, damit wir es vollbringen können (siehe 1 Nephi 3:7). Er hat uns gezeigt, dass er zwar möglicherweise unsere Gebete nicht sofort erhört, wenn es darum geht, uns aus Bedrängnis zu befreien, er uns aber stärkt, damit wir die uns auferlegten Lasten tragen können (siehe Mosia 24:14,15). Und er hat uns auch gesagt: „Wenn ihr bereit seid, werdet ihr euch nicht fürchten.“ (LuB 38:30.)

Wir sind von Bösem umgeben – in der Literatur, der Musik, der Unterhaltung, in Filmen und Videos, im Internet, in unseren Schulen und auf den Marktplätzen. Wir können die schlechten Einflüsse, die unvermeidlich auf uns und unsere Familien einwirken, nicht verändern, aber wir können mehr Kraft gewinnen, mit ihnen umzugehen. Wir müssen versuchen, uns Ruhezonen einzurichten, und unsere Barrieren gegen die Mächte, die uns in unseren geschützten Bereichen belagern, verstärken. Kurz gesagt: Wir müssen der Welt trotzen.

Der Welt zu trotzen bedeutet nicht, dass wir eine Revolution anzetteln oder uns von unseren Nachbarn absondern oder uns bei den Menschen, mit denen wir zu tun haben, unbeliebt machen. Es bedeutet nur, dass wir im Rahmen unserer Mittel, unserer Zeit und unseres Einflusses einen Standpunkt einnehmen, diesen deutlich machen und versuchen, andere von den Vorteilen, die er zumindest aus unserer Sicht hat, zu überzeugen.

Um zu veranschaulichen, was ich mit „trotzen“ meine, erzähle ich Ihnen etwas, wovon ich noch nie öffentlich gesprochen habe. Es ist über 50 Jahre her. Ich war Unteroffizier bei der Nationalgarde von Utah, war 21 geworden und hatte in meiner Ausbildung alle Anforderungen erfüllt, um für einen Offiziersposten als Leutnant der Artillerie in Frage zu kommen – alle, bis auf eine. Ich musste die ärztliche Untersuchung bestehen.

Ich meldete mich bei einer militärärztlichen Einrichtung. Sie war mit Reservisten, wie ich es einer war, bemannt. Das erklärt vielleicht, was ich dort erlebte. Ein einfacher Soldat unterzog mich eines Tests hinsichtlich Farbenblindheit. Er zeigte mir etwa ein Dutzend Seiten mit Punkten in verschiedenen Farben und fragte mich, welche Zahlen ich in den Punkten auf der jeweiligen Seite erkennen könne. Als ich den Test beendet hatte, schlug er das Buch mit einer gewissen Endgültigkeit zu und sagte: „Unteroffizier, Sie können unter keinen Umständen Offizier werden, denn Sie sind farbenblind.“

Ich war verblüfft. Wenn ich farbenblind sein sollte, dann hörte ich heute zum ersten Mal davon.

Enttäuscht und ein wenig beleidigt beschloss ich: Wenn ich als Unteroffizier die ärztliche Untersuchung für den Offiziersdienst schon nicht bestehen würde, wollte ich mich wenigstens nicht von einem einfachen Soldaten abweisen lassen, der einen niedrigeren Rang hatte als ich. Ich verlangte, den Stabsarzt zu sprechen, einen Hauptmann, den ich auf der anderen Seite des Raums an seinem Schreibtisch sehen konnte. Ich trotzte dem System, und zwar mit solcher Beharrlichkeit, dass der Soldat mich widerwillig dem Hauptmann vorführte.

„Wo liegt das Problem?“, fragte der Stabsarzt. Ich erklärte es, und er nahm dem Soldaten das Buch mit den bunten Punkten aus der Hand und führte den Test zu meiner Erleichterung persönlich an mir durch. Nachdem ich ihm alle Zahlen genannt hatte, die ich in den bunten Punkten erkennen konnte, sprach er uns beide direkt an. „Unteroffizier, Sie haben bestanden. Soldat, Sie sind farbenblind.“

Auf diese Weise wurde ich Leutnant in der Nationalgarde von Utah, wodurch sich mir weitere Türen öffneten und ich einige wichtige Erfahrungen machen konnte. Es gibt Zeiten, in denen man trotzen muss.

Wir leben wirklich in gefährlichen Zeiten, und es gibt genug Grund, sich Sorgen zu machen. Trotzdem sollten junge Menschen in Zeiten wie diesen, wie auch in den vielen aufreibenden Zeiten der Vergangenheit, mit Optimismus voranschreiten und sich auf ein langes und erfülltes Leben vorbereiten. Heiraten Sie. Bekommen Sie Kinder. Verschaffen Sie sich eine gute Ausbildung. Haben Sie Glauben.

Im dem neuesten Buch von Elder Richard G. Scott, Finding Peace, Happiness, and Joy, gibt es ein Kapitel mit der Überschrift „Wie man ein gutes Leben führt, auch wenn einen immer mehr Böses umgibt“. Ich zitiere aus diesem Kapitel:

„Sie haben die Wahl. Sie können die Hände ringen und sich vor Sorge um die Zukunft verzehren oder dem Rat des Herrn folgen und mit innerem Frieden und glücklich in einer Welt leben, die mit Bösem überschwemmt wird. Wenn Sie sich auf die dunkle Seite konzentrieren wollen, werden Sie genau das sehen. …

Betrachten Sie nun die hellere Seite. Auch wenn es Nischen des Bösen gibt, ist die Welt im Allgemeinen doch majestätisch schön und voller guter und aufrichtiger Menschen. Gott hat einen Weg bereitet, wie wir in dieser Welt leben können, ohne mit dem entwürdigenden Dreck besudelt zu werden, der überall verbreitet wird.“ (Seite 172f.)

All dies ist möglich, wenn wir Glauben haben, also auf den Herrn vertrauen. Vertrauen Sie auf seinen Plan. Vertrauen Sie auf die Segnungen, die er verheißen hat. Und vertrauen Sie auf die von ihm berufenen Führer, die Sie nicht in die Irre führen werden.

Was wir am Sabbat tun sollen

Eine der besten Möglichkeiten, mit Glauben voranzugehen und der Welt zu trotzen, besteht darin, den Sabbat auf angemessene, positive Weise heiligzuhalten. Dieser Tag der Gottesverehrung und des Ausruhens von weltlicher Arbeit ist der von Gott gegebene Anker inmitten der Stürme des Lebens. Wenn wir ihn in der rechten Weise heilighalten, trägt dies dazu bei, dass wir und unsere Familie die geistige Kraft entwickeln, die wir brauchen, um Versuchungen standzuhalten und uns von der Welt unbefleckt zu halten (siehe LuB 59:9). Wird der Sonntag gut genutzt, leuchtet unser Licht des Glaubens und der Hoffnung umso heller in einem sich stetig verfinsternden Sturm der Schlechtigkeit.

Ich bin mir bewusst, dass die meisten Predigten über den Sabbat sich darauf konzentrieren, was wir an diesem Tag nicht tun sollen. Darum geht es mir in meiner Botschaft nicht. Ich möchte den Großteil dieser Ansprache dem widmen, was wir am Sonntag tun sollen.

Uns ist geboten worden, den Sabbattag zu beachten und heiligzuhalten (siehe LuB 68:29). Der Sabbat ist als heilige Zeit bestimmt, in der wir uns geistig und körperlich regenerieren sollen, am Abendmahl teilnehmen, uns auf heilige Handlungen vorbereiten und sie vollziehen, die Lehren und Grundsätze des Evangeliums lehren und lernen, die Einigkeit in der Familie fördern, dienen und rechtschaffen Geselligkeit genießen sollen.

Mit dem, was der Sabbat uns bedeutet, unterscheiden wir uns grundlegend von den meisten Menschen in der Welt. Wir leben in einer Zeit, in der die meisten Menschen dem Sabbat keine besondere, heilige Bedeutung beimessen. Es ist ein Tag daraus geworden, an dem man nach Wohlstand, Vergnügen und Annehmlichkeiten strebt. Es ist der Tag mit dem größten Umsatz in den Geschäften. Es ist ein Tag für den Strand, für Bootsfahrten und andere Freizeitbeschäftigungen. Es ist ein beliebter Tag für Sport, Ballspiele, Rodeos und was es sonst noch so gibt.

Wir alle kennen den Ursprung des Sabbats. In sechs Tagen hat der Herr die Erde und alles, was darauf ist, erschaffen, doch am siebten Tag ruhte er. Er segnete den Sabbattag und erklärte ihn für heilig (siehe Exodus 20:11). Er gebot: „Sechs Tage darfst du schaffen und jede Arbeit tun“, aber am siebten Tag dürfen wir „keine Arbeit tun“, auch nicht unsere Angehörigen oder Angestellten (Exodus 9:9,10). Wir sollen dieses Tages gedenken und ihn heilighalten (siehe Exodus 20:8).

Der Sabbat war ein Zeichen für den Bund, den Gott mit Israel geschlossen hatte. Der Herr sagte durch den Propheten Ezechiel, dass er Israel seine Gesetze gegeben habe (Ezechiel 20:11), und weiter: „Auch meine Sabbat-Tage gab ich ihnen zum Zeichen (des Bundes) zwischen mir und ihnen. Daran sollte man erkennen, dass ich, der Herr, Israel heilige.“ (Ezechiel 20:12.) „Haltet meine Sabbat-Tage heilig“, sagt der Herr, „sie sollen das Zeichen (des Bundes) zwischen mir und euch sein“. (Vers 20.)

Dieses Zeichen und Gebot hatte einen Zweck, und es waren Segnungen daran geknüpft, wenn es gehalten wurde. Durch den Propheten Mose hat der Herr verkündet, wenn Israel seine Sabbate und seine Gebote hielte, würde er sein Land fruchtbar und sicher machen (siehe Levitikus 26:2-6). „Ich schaffe Frieden im Land“, verhieß er (Vers 6).

In der Neuzeit hat der Herr abermals geboten, dass wir am Sabbat von unserer Arbeit ruhen und dem Allerhöchsten unsere Gottesverehrung entrichten und dass wir an diesem Tag „nichts anderes tun“ (siehe LuB 59:10,13).

Wenn wir die Gebote unseres Schöpfers halten, dann haben wir Anspruch auf die verheißenen Segnungen. Er, der uns erschaffen hat, weiß, welche Verhaltensmuster es uns ermöglichen, das Maximum unserer körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit zu er-reichen, und er hat uns Gebote gegeben, die darauf ausgerichtet sind, uns zu diesem Verhalten zu führen.

Vor einigen Jahren bekam ich ein neues Auto. Es war ein Wunder der Technik, praktisch und vielseitig nutzbar, und musste natürlich regelmäßig Kraftstoff verabreicht bekommen sowie in Abständen gewartet werden, damit es seine volle Leistungsfähigkeit behielt. Um den Nutzer mit diesen wesentlichen Fakten vertraut zu machen, hatte der Hersteller eine Bedienungsanleitung mitgeliefert. Unser Schöpfer hat sowohl für unseren geistigen als auch unseren physischen Körper das Gleiche getan. Das Wort der Weisheit ist eine solche Anleitung. Ebenso der Sabbat.

Unser Schöpfer hat uns gesagt, dass es für unsere körperliche Lebenskraft und unser geistiges Wachstum optimal ist, wenn wir sechs Tage arbeiten und am siebten ausruhen. Die Mormonenpioniere in ihren Planwagen hielten sich an dieses Gebot. Aus vielen Quellen wissen wir, dass sie sechs Tage fuhren und am siebten ausruhten. Für die Mormonenpioniere war der Sonntag nicht nur ein Tag der Ruhe, sondern auch eine Zeit der geistigen Erneuerung. Das tat ihnen gut. Es ist überliefert, dass diejenigen, die sechs Tage pro Woche über die Prärie unterwegs waren, genauso schnell ihr Ziel erreichten wie diejenigen, die sieben Tage pro Woche fuhren, dass sie unterwegs jedoch weniger Verschleißerscheinungen, Unfälle, Zusammenbrüche, Todesfälle und Verluste beim Vieh hatten.

In gleicher Weise kann unser Körper nicht ohne die vom Schöpfer für uns vorgesehenen Nährstoffe gedeihen. Wenn wir beispielsweise auf Kalzium verzichten, sind die Folgen nicht sofort sichtbar, doch mit der Zeit wird die wunderbare Maschinerie unseres Körpers ohne diesen lebenswichtigen Nährstoff zusammenbrechen. Dies gilt auch für die geistige Lebenskraft, die wir auf der Fahrt, die zum ewigen Leben führt, benötigen. Wenn wir unser Leben nicht so ausrichten, dass wir die geistige Nahrung erhalten, die wir benötigen, verkümmert unser Geist und die Reise zu unserem ewigen Ziel verzögert sich.

Auch wie wir uns kleiden ist wichtig für unseren Gottesdienst und unseren Anspruch auf die Segnungen, die darauf beruhen, dass wir den Sabbat achten. In den letzten Jahren haben wir bemerkt, dass unsere Mitglieder – insbesondere die Jugendlichen – sich immer seltener würdevoll und angemessen kleiden, wenn sie zum Gottesdienst in unsere geweihten Gebäude kommen. Wir müssen darauf achten, dass wir uns angemessen kleiden, wenn wir zum Gottesdienst kommen und vom Abendmahl nehmen.

Um „dem Allerhöchsten [unsere] Gottesverehrung zu entrichten“ (LuB 59:10), sollten wir am Sonntag unsere eigene Gemeinde besuchen. Besuchen Sie die Gemeinde, in der Ihr Mitgliedsschein vorliegt, die Gemeinde, in der Sie Ihren Zehnten zahlen und in der Sie Ihren Tempelschein erhalten. Der Besuch einer anderen Gemeinde sollte eine seltene Ausnahme sein. Den jungen Erwachsenen – insbesondere den Männern – sage ich: Pendeln Sie nicht von Gemeinde zu Gemeinde, ohne eine Berufung in der Kirche auszuüben. Das tun viele und wollen es vielleicht damit rechtfertigen, dass sie auf der Suche nach einem ewigen Partner sind. Natürlich gibt es für junge Mitglieder der Kirche geeignete gesellschaftliche Zusammenkünfte, und wir fördern dies, so gut wir können. Aber das Leitmotiv für den Besuch der sonntäglichen Versammlungen darf nicht sein, in geselliger Runde zusammenzukommen. Der Sonntag ist dazu da, vom Abendmahl zu nehmen, zu dienen und eine Beziehung zu Ihrem Bischof, dem allgemeinen Richter des Herrn, aufzubauen, zu dem man gehen muss, um einen Tempelschein zu erhalten.

Geraten Sie nicht in die gleiche Lage wie jener junge Mann, der vor kurzem dringend um einen Termin mit seinem Bischof bat, weil er in der darauffolgenden Woche im Tempel heiraten wollte. Der Bischof fragte: „Wer sind Sie? Ich habe Ihren Mitgliedsschein und ich kenne Ihre Eltern, aber ich habe Sie nicht gesehen, seit Sie von Ihrer Mission zurückgekehrt sind. Ich habe keine Unterlagen darüber, dass Sie den Zehnten zahlen. Ich weiß, dass Sie dem Herrn in keiner Berufung dienen. Ich kann Ihnen keinen Tempelschein ausstellen. Kehren Sie zurück in Ihre Gemeinde. Dienen Sie hier und zahlen Sie hier Ihren Zehnten, und lassen Sie Ihren Bischof Ihren Geist verspüren. In ein paar Monaten dann können wir über einen Tempelschein sprechen.“

Als die Tempeltrauung nicht wie geplant stattfand, war das für alle schwer, insbesondere für den Bischof, aber der Bischof hatte Recht.

Wo ich gerade bei dem Thema bin, möchte ich jeden hier anwesenden jungen Erwachsenen um etwas bitten. Die am meisten überarbeiteten Mitglieder der Kirche sind unsere Bischöfe. Bitte, bitte tun Sie nichts, was ihrer schweren Bürde noch Sonderaufgaben hinzufügt. Sie sollen natürlich zum Bischof gehen, um einen Tempelschein zu erhalten, aber warten Sie mit einem Tempelschein oder einer Empfehlung, die Sie brauchen, nicht, bis Sie in eine neue Gemeinde kommen, um dann in letzter Minute zu Ihrem neuen Bischof zu gehen. Wenn Sie das tun, muss er herausfinden, wer Ihr vorheriger Bischof war, und mit ihm Ihre Würdigkeit abklären, und das kann Tage dauern und den Bischof viel Zeit kosten. Lassen Sie nicht zu, dass ein schwer beschäftigter Bischof zusätzlich belastet wird, nur weil Sie alles aufschieben und nicht fähig sind, im Voraus zu planen.

Der Sabbat ist anders als die anderen Tage

Ich sagte zu Beginn, dass ich nicht darüber sprechen will, was wir nicht am Sabbat tun sollen. Ich möchte mich auf das Positive konzentrieren, das, was wir tun sollen, um ein Anrecht auf die Segnungen zu haben, die denen verheißen sind, die den Sabbat heilighalten. Unsere Bemühungen beginnen damit, dass wir den Sabbat als etwas grundlegend anderes ansehen.

Elder Spencer W. Kimball hat gesagt, der Sabbat „ist ein Tag der Gottesverehrung – ein Tag, da wir dem Herrn Lob und Dank sagen. Er ist ein Tag, da wir alle weltlichen Interessen aufgeben und demütig den Herrn preisen, denn Demut ist der Anfang der Erhöhung.“ (Lehren der Präsidenten der Kirche: Spencer W. Kimball, Seite 204.)

Jahre später, nachdem aus Elder Kimball Präsident Kimball geworden war, richtete die Erste Präsidentschaft den dreistündigen konsolidierten Versammlungsplan ein, den wir immer noch einhalten. Dieser Plan, so die Erste Präsidentschaft, übertrug die Verantwortung, den Sabbat auf die rechte Weise zu beachten, auf das einzelne Mitglied und die Familie. Die Erste Präsidentschaft stellte fest, dass es dadurch „mehr Zeit für das persönliche Schriftstudium und das Evangeliumsstudium in der Familie [gibt]. Weitere angemessene Unternehmungen am Sabbat, wie etwa die Familienbande zu stärken, Kranke oder ans Haus Gefesselte zu besuchen, anderen zu dienen, die eigene Lebensgeschichte oder die Familiengeschichte niederzuschreiben, Genealogie oder Missionsarbeit sollen sorgfältig geplant und durchgeführt werden.“ (Schreiben der Ersten Präsidentschaft vom 1. Februar 1980.)

Dieses Jahr haben die Kollegien des Melchisedekischen Priestertums und die FHV sich mit den Lehren von Präsident Spencer W. Kimball befasst. Im Kapitel „Der Sabbat – Tag der Wonne“ lesen wir: „Der Sabbat ist ein heiliger Tag, an dem wir Würdiges und Heiliges tun sollen. Auf Arbeit und Freizeitvergnügen zu verzichten ist wichtig, aber nicht genug. Der Sabbat verlangt konstruktives Denken und Handeln, und wenn jemand am Sonntag nur faulenzt und nichts tut, hält er ihn nicht heilig.“ (Lehren, Seite 203; siehe auch Ensign, Januar 1978, Seite 4.)

Das Gebot fordert konstruktives Handeln am Sabbat. Es enthält auch ein Gebot für die übrigen sechs Tage: „Sechs Tage darfst du schaffen und jede Arbeit tun.“ (Exodus 20:9.) Müßiggänger mögen dies zur Kenntnis nehmen!

Wahrscheinlich ist bei der Beachtung des Sabbats am wichtigsten, dass man vom Abendmahl nimmt. Das Abendmahl ist eine heilige Handlung der Kirche. Uns ist geboten, jeden Sonntag daran teilzunehmen (siehe LuB 59:9,10). Wenn wir die mit dieser heiligen Handlung verknüpften Bündnisse schließen und halten, so ist uns verheißen, dass Gottes Geist immer mit uns sein wird (siehe LuB 20:77).

Warum ist es so wichtig, seinen Geist immer mit uns zu haben? Der Auftrag des Heiligen Geistes ist es, vom Vater und vom Sohn Zeugnis zu geben und uns zur Wahrheit zu führen. Dieses Zeugnis ist schlechterdings unverzichtbar für unser eigenes Zeugnis. Wir können kein Zeugnis vom Vater, der der Urheber des Erlösungsplans ist, und vom Sohn, der unser Erretter ist, haben, wenn wir kein Zeugnis vom Heiligen Geist erhalten haben. Alle Mitglieder haben die Gabe des Heiligen Geistes; dennoch muss man jeden Sonntag würdig und in angemessener Weise vom Abendmahl nehmen, um sich ein starkes Zeugnis zu bewahren. Nur wenn wir so unseren Taufbund erneuern, können wir seinen Geist immer mit uns haben.

Der Heilige Geist hat außerdem den Auftrag, uns mancherlei in Erinnerung zu rufen und uns zur Wahrheit zu führen. Diese persönliche Offenbarung ist unerlässlich, damit wir vor Gefahr gewarnt werden und dahin geführt werden, dass wir Tag für Tag im Einklang mit dem Herrn leben und der Mensch werden, den Gott aus uns machen möchte.

Aus all diesen Gründen ist es eine Grundlage unseres religiösen Alltags, dass wir wöchentlich die Abendmahlsversammlung besuchen und würdig und in angemessener Weise vom Abendmahl nehmen.

An dieser Stelle möchte ich von einem Erlebnis berichten, das meine Einstellung zum Sabbat beeinflusst hat. Als ich Jura studierte, vor über 50 Jahren, gehörte ich einer kleinen Studiengruppe an, in der ein Kommilitone orthodoxer Jude war. Am Freitagnachmittag sagte er, er müsse gehen, um den Zug zu bekommen, denn er müsse rechtzeitig zuhause im Norden Chicagos ankommen, ehe bei Sonnenuntergang der Sabbat beginne. Ich ging mit ihm zum Zug, und wir führten unser Studiengespräch unterwegs fort.

Als wir uns dem Bahnhof näherten, wandte sich unsere Unterhaltung dem Sabbat zu. Ich sagte ihm, dass ich ihn dafür bewundere, wie treu er den Sabbat halte, und ließ durchblicken, dass auch ich niemals am Sabbat studierte. Er erwiderte: „Oh, ich studiere am Sabbat, aber mein Studium ist nicht so effizient wie an den anderen Tagen, denn ich darf meinen Stift nicht benutzen, um etwas zu unterstreichen.“ Er erklärte, dass der Stift ein Werkzeug sei, er am Sabbat aber kein Werkzeug benutzen dürfe.

Ich habe oft darüber nachgedacht, wie unterschiedlich er und ich doch den Sabbat heilighielten. Er hatte eine Reihe von Regeln, was er tun und lassen durfte. Ich versuchte, eine Reihe von Grundsätzen zu befolgen. Ich fand, ich sollte sechs Tage lang mit allem Eifer meiner Arbeit, also dem Jurastudium, nachgehen und dann am Sabbat nichts tun, was damit zusammenhing.

Damit Sie nicht denken, dass ich meinen Freund und seine Einstellung zum Sabbat kritisiere, möchte ich hinzufügen: Seit ich mehr darüber erfahren habe, wie orthodoxe Juden den Sabbat halten, bin ich zu dem Schluss gekommen, dass ihr Verhalten in vielerlei Hinsicht dem meinen und dem vieler anderer Heiliger der Letzten Tage überlegen ist. Für sie ist der Sabbat eine Zeit, in der sie ausschließlich des Herrn gedenken, in der sie ihn verehren und sich über die Segnungen, die er seinem Volk gegeben hat, freuen. Der Sabbat ist sehr heilig. Die Familie kommt zusammen. Man geht vielleicht auch in die Synagoge, aber „ansonsten bleibt die Zeit am Sabbat vollständig der Familie überlassen, um sich zu unterhalten, gemeinsam zu essen, die Heilige Schrift zu lesen“. Eltern erflehen Segnungen für ihre Kinder. Darüber hinaus „werden am Sabbat keine Unternehmungen durchgeführt, die die Familie trennen oder anderweitig vom Frieden dieses Tages ablenken könnten.“ (Jeffrey R. Chadwick, „The Jewish Sabbath“, unveröffentlichte Abhandlung, 2007, Seite 2f.)

Den Sabbat „Tag der Wonne“ nennen

Wir haben mit Sicherheit weniger Regeln als die orthodoxen Juden, aber ich frage mich, ob wir so ausgezeichnet wie sie den positiven Zweck des Sabbattags verwirklichen. Als ich darüber nachdachte, wie ich mich selbst am Sabbat verhalte, hatte ich den Eindruck, dass ich den Sabbat wesentlich effektiver in dem beachte, was ich nicht tue, als in dem, was ich tue. Wie viele andere auch, habe ich bislang nicht so erfolgreich die Lehren aus den heiligen Schriften angewandt und das getan, was den Sabbat zu dem macht, was der Prophet Jesaja eine Wonne, den heiligen Tag des Herrn nannte (siehe Jesaja 58:13).

Im 58. Kapitel von Jesaja lesen wir:

„Wenn du am Sabbat nicht aus dem Haus gehst und an meinem heiligen Tag keine Geschäfte machst, wenn du den Sabbat (den Tag der) Wonne nennst, einen Ehrentag den heiligen Tag des Herrn, wenn du ihn ehrst, indem du keine Gänge machst, keine Geschäfte betreibst und keine Verhandlungen führst, dann wirst du am Herrn deine Wonne haben, dann lasse ich dich über die Höhen der Erde dahinfahren und das Erbe deines Vaters Jakob genießen. Ja, der Mund des Herrn hat gesprochen.“ (Jesaja 58:13,14.)

Wie kann man als Einzelner oder als Familie den Sabbat zu einer „Wonne“ machen? Wie können wir den Sabbat so halten, dass unser Glaube an Jesus Christus zunimmt und unsere Familie gestärkt wird?

Vor vierzehn Jahren veröffentlichte die Erste Präsidentschaft eine Stellungnahme, in der alle Heiligen der Letzten Tage aufgefordert wurden: „Halten Sie sich an diesem heiligen Tag fern vom Treiben der Welt. Weihen Sie sich, indem Sie ihren Sinn auf Gottesverehrung, Danksagung, Dienen und Unternehmungen mit der Familie ausrichten, die dem Sabbat angemessen sind.“ („First Presidency Statement on the Sabbath“, Ensign, Januar 1993, Seite 80.)

Verbringen wir den Sabbat mit geistiger Erneuerung. Messen wir, wie Präsident Kimball es ausdrückte, alles, was wir am Sabbat tun, daran, „ob es der Gottesverehrung dient“ (Lehren, Seite 210). Er erklärte: „Das hebräische Wort Sabbat bedeutet ‚Ruhe‘, nämlich Stille und Gelassenheit, Frieden im Herzen und im Geist. Es ist ein Tag, sich von ichbezogenen Interessen und kräftezehrenden Unternehmungen zu lösen.“ (Lehren, Seite 204.)

Er befürwortete auch eine Beschäftigung für den Sabbat, die für Sie von besonderem Interesse ist. „Er ist“, sagte er, „ein Tag des rechtschaffenen Werbens“ (Seite 204f.). Ich betone dabei das Wort rechtschaffen.

Der Sabbat soll außerdem eine Zeit sein, in der die Familie zusammen ist und die familiären Bande gestärkt werden, die im Mittelpunkt des Evangeliums stehen. Präsident Kimball hat gesagt: „Nehmen Sie sich [am Sabbat] die Zeit, mit der Familie beisammen zu sein, miteinander zu reden, in den heiligen Schriften zu lesen sowie Freunde, Verwandte, Kranke und Einsame zu besuchen. Der Sonntag ist auch hervorragend dafür geeignet, Tagebuch zu schreiben oder sich der Genealogie zu widmen.“ (Lehren, Seite 203.)

Präsident Joseph F. Smith nannte einen wichtigen Grundsatz, was die Familie und den Sabbat betrifft. Neben dem Besuch der Versammlungen der Kirche führte er an, er möchte „gern den Vorzug genießen, zuhause bei meiner Familie zu sitzen und mich mit ihr zu unterhalten und sie besser kennenzulernen. Ich möchte am Sabbat so viel Zeit damit verbringen, wie es irgend geht. Ich möchte meine Kinder kennenlernen, mit ihnen zusammen sein und sie an die heiligen Schriften heranführen und außer Spaß und Witzen und Lachen und Fröhlichsein auch noch an etwas anderes denken.“ (James R. Clark, Hg., Messages of the First Presidency of The Church of Jesus Christ of Latter-day Saints, 6 Bde., 1965–1975, 5:17f.)

Ich appelliere an Sie, die jungen Erwachsenen, ob verheiratet oder alleinstehend: Machen Sie den Sabbat zu einem Tag, an dem die Familie beisammen ist. Gehen Sie nicht Ihre eigenen Wege, um sich zu vergnügen und die Familie dadurch zu trennen. Gehen Sie gemeinsam zum Gottesdienst, studieren Sie die Schriften, unterhalten Sie sich, freuen Sie sich gemeinsam. Machen Sie den Sabbat zu einer „Wonne“, zum „heiligen Tag des Herrn“. Dann, so verheißt es Jesaja, „wirst du am Herrn deine Wonne haben, dann lasse ich dich über die Höhen der Erde dahinfahren und das Erbe deines Vaters Jakob genießen. Ja, der Mund des Herrn hat gesprochen.“ (Jesaja 58:13,14.)

Meine lieben Brüder und Schwestern, dies ist die Kirche Jesu Christi. Wir sind Kinder himmlischer Eltern. Wir sind zu einem bestimmten Zweck auf die Erde gesandt worden, und dieser Zweck führt uns zu den ewigen Familienbindungen, über die wir gesprochen haben. Sei es nun in der Zeit oder in der Ewigkeit, jede der kostbarsten Segnungen des himmlischen Vaters wird Ihnen gehören, wenn Sie seine Gebote halten. Eines dieser Gebote ist die Sabbatheiligung. Wenn wir es befolgen, sind wir körperlich und geistig leistungsfähiger und werden rascher auf dem Pfad zum ewigen Leben voranschreiten, das, wie Gott, unser ewiger Vater, es gesagt hat, „die größte aller Gaben Gottes“ ist (LuB 14:7). Ich bezeuge, dass dies alles wahr ist und rufe den Segen des Herrn auf Sie herab, meine geschätzten jungen Freunde. Im Namen Jesu Christi. Amen.

 
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